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Bassschlüssel Übungen

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Wenn du dich für Bassschlüssel Übungen interessierst, bist du vermutlich schon etwas fortgeschrittener am Klavier. Wenn du noch ein Anfänger bist, dann machen Bassschlüssel Übungen vorerst wenig Sinn. Warum dies so ist, erklären wir in diesem Blog.

Bassschlüssel Übungen nicht für Anfänger

Bassschlüssel Übungen Zapiano®Methode

Gemäß der Zapiano®Methode lernen wir das Klavierspiel immer ganzheitlich mit allen unseren Sinnen, also

  • Lesen, Hören, Tasten sowie mit Fühlen und Verstehen.

Und wir haben im Verlaufe unserer 25-jährigen Unterrichtserfahrung festgestellt, dass wenn man von Beginn weg den Bassschlüssel lernt und Bassschlüssel Übungen forciert, dann hörst du dich auch noch nach zwei Jahren so an, als wenn du „Schreibmaschine spielen“ würdest.

Bassschlüssel in Notenblatt

Es klingt meistens nicht wirklich nach „schönem, gefühlvollem Klavierspiel“. Aus dem einfachen Grund, da dein Verstand einfach Zeit braucht, die Informationen korrekt zu verarbeiten. Stell dir vor, 2 Notenlinien (Violin- und Bassschlüssel) die du gleichzeitig liest, dann haben wir noch 10 Finger und probieren, da noch gleichzeitig in den Spielfluss zu kommen. Das ist für die Allermeisten eine komplette Überforderung. Daher macht es keinen Sinn, von Beginn an den Bassschlüssel zu lernen. Wir lernen diesen erst nach den Anfängerkursen im Kurs Piano Starter 2.

Leadsheet oder klassische Notation (mit Violin- und Bassschlüssel)

In der moderneren Musik ist man irgendwann dazu übergegangen, die Musik im Bassschlüssel nicht mehr detailliert zu notieren. Es reicht dann z. B. die Angabe der Akkordfolge sowie der Melodie in einer vereinfachten Form, wie wir es etwa aus einem Leadsheet kennen. Das klingt vielleicht erst einmal verwirrend. Aber dadurch, dass es im Bassschlüssel keine festen Vorgaben gibt, hast du als Interpret den maximalen Interpretations- und Gestaltungsspielraum. Hier kannst du dann richtig kreativ ausleben.

Bassschlüssel Übungen am Klavier

Vorteile von Bassschlüssel Übungen

Wenn du lieber etwas genauer „nach den Noten“ spielst, hat der Bassschlüssel jedoch auch große Vorteile. Wenn du den Bassschlüssel lesen kannst, dann wirst du schnell eine sehr genaue Vorstellung davon bekommen, was der Komponist da im Detail komponiert hat. Das ist vorwiegend in der klassischen Musik sehr interessant. Du siehst einfach genau, was der Komponist sich mit der Komposition im Bassschlüssel gedacht hat. Ab dem PianoStarter 2 sind die Zapiano® Kompositionen mehrheitlich auch im Violin- und Bassschlüssel notiert. So hast du die Möglichkeit, die Stücke genau so originalgetreu nachzuspielen. Gleichzeitig lernst du jedoch, wie du diese auch freier gestalten kannst und so jedem Stück deinen eigenen Stempel aufdrücken kannst. Wie das geht, lernst du sehr detailliert im Kurs.

Natürlich neigt man eher dazu „abzuspielen“, wenn man Noten im Bassschlüssel vor sich hat. Der Kreativität sind da ein paar Grenzen gesetzt. Bassschlüssel Übungen sind aber definitiv hilfreich, wenn man sehr komplexe Begleitmuster spielen möchte, die sich mit dem Ohr nur noch schwierig heraushören lassen. Man kann über die Noten viel besser nachvollziehen, was der Komponist da niedergeschrieben hat. Vor allem in der klassischen Musik ist die linke Hand im Bassschlüssel häufig relativ komplex notiert. Da ist dann der Bassschlüssel definitiv von Vorteil: Je nach Werk und Schwierigkeitsgrad hat man natürlich viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten.

Bassschlüssel Übungen auf dem Notenblatt

Wann sind Bassschlüssel Übungen sinnvoll?

Wenn du schon konkrete Übungen dazu machen möchtest, dann kannst du folgendermaßen vorgehen: Die App Tenuto z. B. eignet sich gut, um das Noten lesen zu trainieren.

Noch besser ist jedoch folgendes Vorgehen, da lernst du gleich mehrere Dinge gleichzeitig:

  • Lade dir hier das leere Notenblatt herunter.
  • Dann bestimme die Tonart, als Einsteiger wird das vermutlich C-Dur sein, also nur weiße Tasten.
  • Dann wähle ein Range aus, wo du dich locker innerhalb der Oktave bewegen kannst. Dies wird in der Regel so sein, dass du den fünften Finger (den kleinen Finger) auf der Note c hast und den Daumen (den ersten Finger) auf der Note g.
  • Jetzt zeichnest du verschiedene Noten in diesem Range auf dein Notenblatt. Falls du dir unsicher bist, wie das ausschaut, dann schau dir folgende Grafik an:
  • Die Notenwerte spielen hierbei überhaupt keine Rolle, auch das Tempo ist egal.
  • Nachdem du das Blatt mit Noten aus diesem Range vollgeschrieben hast, kannst du alternativ die Namen der Töne noch hinzuschreiben.
  • Anschließend wird gespielt respektive geübt. Sei dir bewusst, dass dies eine Übung ist, wenn du die Noten nun spielst. Dein Verstand verbindet nun über das Auge das Geschriebene und führt dies in den Fingern aus.

Es ist völlig klar, dass dies weit weg ist von entspanntem Klavierspiel. Jedoch ist dies die erste Stufe, um sich mit dem Bassschlüssel anzufreunden. Mit der Zeit wird es easy werden und wenn du ein Stück vor dir hast, welches ausgeschrieben ist, dann wirst du sofort ins Musikmachen kommen. Das wünsche ich dir.

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