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Oft fällt es Klavieranfängern schwer, den Bassschlüssel richtig und schnell zu lesen. Doch sogar bei fortgeschrittenen Pianisten sind Probleme mit dem Bassschlüssel nicht selten. Du bist also nicht allein! Hier bekommst du ein paar Tipps und Tricks, wie du den Bassschlüssel endlich richtig lesen lernst. Aber lass uns zuerst mal zurück zum Anfang gehen. Wir schauen uns an, was der Bassschlüssel überhaupt ist.

Was ist der Bassschlüssel?

Bassschlüssel lernen – ganz einfach nach der Zapiano®Methode

Wenn du dir dein Notenblatt für das Klavier genauer anguckst, dann siehst du erst mal ganz viele Linien. Ein Notensystem (auch Notenzeile genannt) besteht aus je fünf von diesen Linien. Zwei Notensysteme sind bei Noten für das Klavier mit einer geschwungenen Klammer verbunden. Die Klammer fasst zwei Notensysteme zusammen, die von einem Instrument, zum Beispiel dem Klavier, gespielt werden. Das obere Notensystem steht beim Klavier meistens im Violinschlüssel und das untere System im Bassschlüssel. Der Violin- und der Bassschlüssel sind die gebräuchlichsten Notenschlüssel. Notenschlüssel dienen dazu, festzulegen, welche Töne die fünf Notenlinien repräsentieren. Deswegen gibt jeder Notenschlüssel einen Referenzton an, mit dessen Hilfe man sich die Lage der anderen Töne erschließen kann.

Bassschlüssel lernen und Violinschlüssel nach der Zapiano®Methode

Beim Violinschlüssel ist dieser Referenzton das „g“. Das kannst du dir merken, indem du dir die Position des Violinschlüssels auf den Notenlinien genauer anguckst. Der „Bauch“ des Violinschlüssels liegt auf dem „g“. Da „g“ der Referenzton des Violinschlüssels ist, wird er auch G-Schlüssel genannt. Beim Bassschlüssel kannst du den Referenzton ebenfalls ablesen. Die beiden Punkte des Bassschlüssels umgeben die Notenlinie, auf der das „f“ liegt. Deswegen nennt man den Bassschlüssel auch F-Schlüssel. Man geht vom Referenzton des Violinschlüssels aus vier Noten nach unten. Beim Bassschlüssel geht man vom Referenzton aus vier Noten nach oben. Dann kommt man jeweils beim gleichen „c“ an. Die Bassnotation ist also die Fortsetzung der Violinnotation. Durch die zwei Notensysteme lässt sich der Umfang eines Klaviers mit seinen 88 Tasten vollständig abbilden. 

Unterschiedliche Notenschlüssel eignen sich besser oder schlechter für bestimmte Instrumente und Stimmlagen. Der Violinschlüssel wird zum Beispiel für hohe Gesangsstimmen, die Geige oder die rechte Hand beim Klavier verwendet. Der Bassschlüssel eignet sich für tiefere Gesangsstimmen, tiefere Streicher wie das Cello und kommt meist bei der linken Hand des Klaviers zum Einsatz.

Violin- und Bassschlüssel lesen: Tipps, Tricks und Eselsbrücken

In der Klaviermusik spielt die rechte Hand in der Regel die Melodie, während die linke Hand das Stück begleitet. Deshalb lernen Anfänger oft zuerst die rechte Hand. Das hat zur Folge, dass es Anfängern sowie fortgeschritteneren Klavierspielern häufig leichter fällt, den Violinschlüssel zu lesen.

Das mittlere „c“ ist auf deinen Notenblättern einfach zu finden. Um sich die Namen der Noten besser merken zu können, gibt es einige Eselsbrücken für den Violinschlüssel.

  • Ausgehend vom „c“ und von unten nach oben kannst du dir im Violinschlüssel die Noten, die auf den Notenlinien liegen, mit folgendem Satz merken: „Egeht bestimmt durch Fleiß“, also e, g, b, d, f.
  • Die Noten zwischen den Notenlinien kannst du dir anhand dieses Satzes einprägen: „Fritz Aß Citronen-Eis“ oder auch einfach mithilfe des das englischen Wortes „face“, also f, a, c, e.

Auch für den Bassschlüssel gibt es Eselsbrücken, die das Lesen der Noten vereinfachen.

  • Wir gehen wieder vom mittleren „c“ aus und schauen uns von oben nach unten die Noten auf den Notenlinien an. Der Merksatz ist hier: „Amseln fliegen durch Barbaras Garten“, also a, f, d, b, g.
  • Jetzt fehlen noch die Noten zwischen den Notenlinien. Mit diesem Satz kannst du dich auch hier an die Position der Noten erinnern: „Alte Cowboys essen gern“, also a, c, e, g.

Übrigens: Wenn dir partout nicht einfällt, wie man eine Note im Bassschlüssel oder im Violinschlüssel nennt, dann ist das überhaupt kein Problem. Mit einem ganz einfachen Trick kannst du die Note vom Violinschlüssel in den Bassschlüssel „übersetzen“.

  • Du hast z. B. ein „c“ im Violinschlüssel.
  • Für die Übersetzung in den Bassschlüssel überlegst du, wie der Ton zwei Noten über dem „c“ heißt. Das ist natürlich ein „e“ 🙂
  • Die Note wäre an der gleichen Stelle im Bassschlüssel also ein „e“.

Den Violin- und Bassschlüssel lesen lernen, Schritt für Schritt von zu Hause aus

Wir haben durch die langjährige Erfahrung festgestellt, dass es keinen Sinn macht gleich zu Beginn den Bassschlüssel zu erlernen. Oft hört sich dann das Klavierspiel auch noch nach einem Jahr eher an, als würde der Schüler die Töne suchen oder Schreibmaschine schreiben. Daher befassen wir uns in unserem Einsteigerkurs PianoStarter 1 zuerst einmal mit dem Verstehen und Hören nach der Zapiano®Methode. Diese basiert auf logischen, gehirngerechten Lernschritten, die jeder schnell versteht und die an jedes Spielniveau angepasst werden können. So kommen wir auch schneller ins Musikmachen rein. Schnuppere gerne mal in unseren PianoStarter 1 rein. Trage dich dazu unten für eine kostenlose Probelektion ein. Nach den Grundlagen lernen wir dann im PianoStarter 2 auch ganz gezielt den Bassschlüssel 🙂

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