Musiknoten bestehen im Notensystem immer aus zwei Komponenten:
- die Höhe der Note
- die Länge der Note
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Die Benennung der Notenhöhen ähnelt jener unseres Alphabets. Angenommen, du beginnst die Notennamen mit dem Ton „a“ der Reihe nach zu benennen, dann erhältst du Folgendes: a, b, c, d, e, f, g. Diese Töne kannst du sowohl auf der Klaviertastatur als auch in der Notation unten in der Abbildung ablesen.

Am Besten gehst du Schritt für Schritt vor und beschränkst dich zunächst nur auf die weissen Tasten, die schwarzen Tasten lassen wir im Moment noch aussen vor. Wenn du nun mit dem Noten lesen beginnst, dann verzichte ganz zu Beginn noch auf die Notenlänge. Eine Notenlänge bedeutet immer, dass die Noten nicht nur eine Höhe haben sondern auch eine bestimmte Dauer. Man spricht dann von Notenwerten. Rhythmus lesen lernen macht die Sache etwas schwieriger, darum verzichten wir ganz zu Beginn auf dieses Element.
Hier findest du mehr Informationen über die Notenwerte und wie du diese am Besten übst.
In der Zapiano®Methode behandeln wir die Themengebiete immer getrennt während des Übens. So werden die Lerneinheiten überschaubar und vor allem auch erreichbar innert kurzen Zeit. Dabei orientieren wir uns an einem systematischer Aufbau und einer multisensorische Lerntheorie, bei der mehrere Sinneskanäle einbezogen werden.
Sobald wir einen Takt haben, haben wir es automatisch auch mit der Pulsation zu tun (oder Metrum). Das bedeutet für dich, dass du die Noten sofort abrufen können solltest. Jedoch ganz zu Beginn benötigt dein Verstand etwas Zeit, um sich mit den einzelnen Noten und Notennamen vertraut zu machen.
So startest du von Beginn weg korrekt:
Du druckst dir am Besten die Grafik oben aus. Dann geht es zunächst darum, dass du den Tonraum einschränkst. Ich beginne mit meinen Schülern immer von c’ – c". Das ist in der Fachsprache ein Oktave. Die Töne darin sind eigentlich nichts anderes als eine C-Dur Tonleiter.
Jetzt geht es darum, dass du die Note mit dem Buchstaben verknüpfst. Das ist nun deine erste praktische Übungen:
Um sich das zu merken hilft es, wenn wir uns die Notenlinien genauer anschauen.
Die Notenschrift besteht immer aus 5 Linien und 4 Zwischenräumen. Wenn man Noten darüber hinaus tiefer oder höher notieren möchte, bedient man sich sog. Hilfslinien. Die jeweilige Tonhöhe bestimmt jeweils wo die Note platziert ist. Da das Klavier ein logisch aufgebautes Instrument ist, ist diese Art der Visualisierung für die meisten sofort verständlich. Um zu Beginnen lass den Rhythmus im Moment ganz weg, die Tonhöhe alleine enthält schon genügend musikalische Informationen.
Noten lesen ist abhängig vom Schwierigkeitsgrad
Wenn mir jemand erzählt, er könne Klaviernoten lesen, dann habe ich in diesem Moment nur eine sehr vage Vorstellung davon, was dies konkret für diese Person bedeutet. Denn Noten lesen ist kein stehender Begriff. Damit kann „Hänschen-Klein-Niveau“ gemeint sein – oder aber das Niveau eines ausgebildeten Konzertpianisten. Beide tun dasselbe, jedoch auf einer ganz anderen Kompetenzstufe.
Noten lesen lernen ist ein langfristiger Prozess – einer, der im Grunde genommen nie aufhört. Immerhin wird Klavierliteratur schon seit mehr als 300 Jahren produziert. Da ist ganz schön was zusammen gekommen.
Sobald du deine ersten Schritte vollzogen hast, gibt es mehrere Anbieter, welche Musiknoten zum Download anbieten.
Musiknoten lernen ganz einfach mit Zapiano®
Beim Musiknoten lernen kann man ganz einfach bei den Grundlagen anfangen. Hier möchte ich dir Schritt-für-Schritt zeigen, wie wir Noten einfach aber trotzdem ganzheitlich Klavier spielen lernen können. Setz dich an dein Piano und probier es einfach mal aus.

- Schau dir erst einmal die Klaviertastatur an. Zu Anfang reichen die weißen Tasten aus. Die Töne auf den schwarzen Tasten lassen wir erst einmal außen vor. Auch um die Vorzeichen brauchst du dir erst einmal keine Gedanken zu machen. Ordne die Notennamen c, d, e, f, g, a, b auf der Klaviatur den richtigen Tasten zu. Merke dir, welche Klavier-Taste wie heißt. Das ist übrigens die C-Dur-Tonleiter
- Hinweis: auf Zapiano® bedienen wir uns der internationalen Schreibweise: ein deutsches “h" ist international ein “b".
- Dann machst du das Gleiche mit deinen Klaviernoten. Schau dir an, wo die Töne liegen. Lerne, welche Note welchen Namen trägt. Wenn es zu kompliziert ist, darfst du dich auch erst mal auf die Töne c, d, e, f, g beschränken.
- Verbinde das Noten lesen mit den Klavier Tasten. Schau dir an, wo das „c“ auf der Tastatur liegt und wo im Liniensystem. Dann mach das Gleiche für d, e, f, und g. Mit dem Üben verbindet sich dein Bild von den Noten auf dem Blatt mit den Tönen auf den Tasten.
- Jetzt kommt die Hand ins Spiel. Lege deinen Daumen auf das „c“ und spiele mit deinen anderen Fingern nacheinander auch die Tasten d, e, f und g. Mach das ganz, ganz langsam. So bildet dein Gehirn eine Verknüpfung zwischen dem, was dein Auge auf dem Notenblatt sieht und dem, was deine Finger spielen. Wiederhole diese Übung immer wieder mal, damit du es verinnerlichen kannst. Das braucht ein wenig Zeit. Hab Geduld mit dir.
-> Hier kannst du den Quick Start Guide “Noten lesen für Einsteiger" kostenlos herunterladen
Notenlesen für Anfänger – Orientiere dich
Noch bevor du mit dem Notenlesen für Anfänger beginnst, vergewisserst du dich im ersten Schritt, wo du dich befindest. Werde dir klar darüber, dass du dich jetzt fokussiert mit der Melodik beschäftigst. Schau dir dazu zunächst einmal die Klaviertastatur und die Piano Tasten an.
Beginne am besten damit, erst einmal nur die Töne der weißen Tasten zu lernen. Wenn du dir die Töne vom a aus anschaust, dann stellst du fest, dass die Töne nach dem Alphabet benannt sind: a, b, c, d, e, f, g. Wenn du dir die C-Dur Tonleiter anschaust, dann lautet die Reihenfolge der Piano Tasten c, d, e, f, g, a, b. Denke dir also das a und das b weg und beginne bei c mit dem Alphabet – bis zum Ton g und dann gehts wieder von vorne los. (a, b) c, d, e, f, g, a, b. Der Vorteil beim Piano ist, dass du lediglich einen kleinen Ausschnitt kennen musst. Dieser wiederholt sich dann konstant Oktave für Oktave. So lernst du nach und nach Noten in verschiedenen Oktavbereichen kennen. Zur Orientierung begegnen dir dabei Bezeichnungen wie Eingestrichenes c, Zweigestrichenes c und Dreigestrichenes c.
Notenlesen für Anfänger ist also ein leichtes Thema. Du lernst die Töne auswendig und weißt ganz klar, welche Note hinter welcher passenden Piano Taste liegt. Das ist eine wichtige Basis für alles Weitere. Es kann sein, dass du den Ton b als h kennengelernt hast. Diese Bezeichnung wird meist im deutschsprachigen Raum für die Noten bzw. Piano Tasten verwendet. Innerhalb der internationalen Schreibweise wird der Ton jedoch als b bezeichnet. Dies ist ganz praktisch, da die Ton-Namen dann dem Alphabet entsprechen.
Notenlesen für Anfänger – Benenne die Noten
Als Nächstes schaust du dir die weißen Piano Tasten an und versuchst die Namen der Töne auswendig zu lernen. Du kannst dazu einfach per Zufallsprinzip auf eine beliebige weiße Taste drücken und sagst dann den entsprechenden Ton-Namen dazu. Dies solltest du mit der Zeit mühelos „wie im Schlaf“ beherrschen, wenn du das Noten lesen für Anfänger perfektionieren möchtest.
Notenlesen für Anfänger – Lerne die Zuordnung
Als Nächstes zeichnest du dir eine C-Dur Tonleiter auf einem leeren Notenblatt auf. Als Hilfe kannst du dir die Namen der Töne auch unter die jeweilige Note schreiben: c, d, e, f, g, a, b. Nun verknüpfst du die Noten mit den Begriffen. Du versuchst dir das Schriftbild einzuprägen: Wo befindet sich z. B. das c im Notensystem, wie sieht es aus und wie kann ich es mir merken?
Wichtig ist, dass du die Notennamen sofort erkennst ob sie auf den Linien oder den Zwischenräumen sich befinden. Das wird sich auch nie ändern. Das einzige was sich ändert, sind – je nach Stück und musikalischer Situation – die Fingersätze. Doch das kommt erst später.
Die Zuordnung der Notenschrift zu den jeweiligen Piano Tasten erfolgt erst im nächsten Schritt. Auf dem Papier kannst du zum Lernen der Notennamen die notierten Buchstaben unter den Noten abdecken. Jetzt zeigst du mit dem Finger auf eine Note und benennst sie. Dies solltest du üben, bis es leicht läuft und sitzt. Wenn dir am Anfang die sieben verschiedenen Töne der C-Dur Tonleiter zu viel zum Merken sind, dann kannst du dich auch erst mal nur auf die ersten fünf Töne c, d, e, f, g beschränken. Wenn du diese sicher beherrschst, dann nimmst du beim Noten lesen für Anfänger noch das a und das b mit hinzu.
Notenlesen für Anfänger – Verknüpfe die Noten mit den Piano Tasten
Erst danach gehst du zum nächsten Schritt über: Du verknüpft das Notenbild mit den Tönen auf den Piano Tasten. Nimm dein Blatt mit der C-Dur Tonleiter, lege es auf dein Klavier und spiele mit der rechten Hand die Noten auf den Piano Tasten. Einzeln oder in der Abfolge „c, d, e, f, g“. Auch hier sind drei Sinneskanäle einbezogen:
- deine Augen,
- dein Gehirn und
- deine Hände.
Mit dem Auge schaust du dir das Notenblatt an und überlegst anschließend, wie die Note heißt und dann spielst du auf den Piano Tasten mit deinen Händen das, was du gelesen hast. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf der Melodik. Der Prozess des Notenlesens für Anfänger braucht seine Zeit.
Noten lernen: Theorie mit Praxis verbinden
Das Noten lesen lernen ist im Vergleich zum Einüben einer Fremdsprache nicht schwierig. Das Noten schreiben und lesen kannst du bereits in wenigen Stunden beherrschen und mit gezielter Übung sogar zügig Fortschritte erreichen. Viele Leute haben anfängliche Schwierigkeiten, die Notation zu „entziffern“ und fühlen sich wie im Kindergarten.
Das ist ganz normal. Zu Beginn ist es wichtig, dass du die einzelne Note auf dem Notenblatt erkennst, dich aber auch mit ihrem Klang vertraut machst. Du kannst am Anfang versuchen, die Note auf dem Papier zu lesen und dabei die Klavier Taste anzuschlagen. So verbindet sich das Gesehene mit dem Klang. Das ist eine gute Übung, die mit Spaß die Theorie mit der Praxis verbindet. Dabei wird dir nicht so schnell langweilig und das Noten lesen lernen macht Freude.
Notenlesen für Anfänger – Erweitere den Umfang der Piano Tasten
Wenn das lesen der Klaviernoten leicht läuft, kannst du den Tonumfang noch erweitern, indem du das obere c mit hinzunimmst und die Oktave damit vervollständigst. Um die Töne wirklich zu verinnerlichen, gilt es die Piano Tasten langsam und konzentriert zu spielen. Ganz gezielt einzelne Töne spielen und diese laut ansagend mitsprechen. Ziel ist, dass dieser Prozess automatisch abläuft und du nicht mehr darüber nachdenken musst, welche Piano Taste du zu welchem Ton spielen musst.
Noten lesen für Anfänger gemäss der Zapiano® Methode – Melodik und Harmonik und Hand
Sobald du das Notenlesen und das Spielen der Töne mit der rechten Hand im Violinschlüssel gut verinnerlicht hast, kommt zur Melodik auch noch die Harmonien mit dazu. Wir fügen also den Kreis Harmonik mit hinzu. Wenn du Melodik und Harmonik zusammenfügst, spielst du mit der linken Hand einzelne Akkorde und mit der rechten Hand die Melodik, die Melodie. Mehr dazu erfährst du im Kurs PianoStarter 1. Mit einigen Beispielen zu Keyboard Noten für Anfänger, bis ins Detail erklärt.
Zu den Leadsheets bekommst du hier weitere Informationen. Das Lesen ist ein spannender und kreativer Prozess. Eine andere Art, wie man das Klavierspielen angehen kann. Die Zapiano® Methode kombiniert beides: Die Struktur beim Notenlesen und die Kreativität, um selbst etwas gestalten zu können
Was muss ich im Anschluss alles wissen?
Notationen und deren namentliche Bezeichnungen auf schwarzen und zunächst auf weißen Tasten
- den Klang der einzelnen Töne, welche die Noten jeweils haben
- ganze & halbe Noten sowie Viertel – und Achtelnoten
- Zum besseren Verständnis: Ganze Noten bestehen aus einem Punkt, nicht ausgefüllt.
- Halbe Noten bestehen aus einem Punkt, nicht ausgefüllt, inkl. Notenhals
- Viertel Noten bestehen aus einem Punkt, ausgefüllt, inkl. Notenhals
- Achtel Noten bestehen aus einem Punkt, ausgefüllt, inkl. Notenhals und Fähnchen.
- Wenn man zwei Achtelnoten verbindet, werden diese nicht mehr mit einem Fähnchen gekennzeichnet, sondern mit einem Balken.
- wo sich die Töne auf der Klaviertastatur befinden
- Notationssystem mit 5 Linien
- Notenschlüssel: Violinschlüssel notiert, später auch die Noten im Bassschlüssel notiert
- Tonleitern
- Rhythmen
Vermeide diese Stolperfallen
Ein paar Tipps & Tricks helfen dir dabei, typische Fehler beim Notenlesen von Anfang an zu vermeiden.
Wenn du dich ärgerst und findest, dass “müsste doch anders sein", dann beachte folgendes:
- es gibt keine Abkürzung beim Noten lesen. Es wird genauso vonstatten gehen wie damals, als du mit dem Lesen begonnen hast. Zunächst waren es Buchstaben, dann Silben, dann Worte, dann kleine Sätze etc.
- du probierst vermutlich direkt ein Stück ab Noten zu spielen. Dir fehlt jedoch sehr viel Basiswissen und du kannst dies nicht wunschgemäss auf die Tastatur bringen. Das führt zu Ärger. Ärger in einem Lernprozess ist störend und bremst dich aus.
- du probierst, dir fremde Tonarten anzueignen und stolperst Note-für-Note. Es ist wichtig, dass du zunächst nur eine Tonart verinnerlichst. Dafür diese sehr gut. Das wird dir helfen, dir das bereits Gelernte viel rascher auch in anderen Tonarten anzueignen.
Apps, die dir beim Noten lesen lernen helfen
Natürlich kannst du Noten lesen für Anfänger auch mit der herkömmlichen Methode betreiben. Damit kannst du die obige Methode gut ergänzen.
- Du lädst ein leeres Notenblatt im Violinschlüssel oder Bassschlüssel herunter,
- nimmst einen Stift zur Hand
- und schreibst dann „kopflos“ – also ohne zu überlegen – einzelne Klaviernoten hinein.
- Nachdem du das Blatt vollgeschrieben hast, benennst du die Noten.
- Wenn das gut geht, kannst du die sie anschließend auf dem Klavier spielen.
Wer mit dieser Übung Noten lesen nicht so recht verinnerlichen kann, der kann natürlich auch auf eine Piano-App zugreifen. Eine App, die ich empfehlen kann, ist Tenuto.
Bei Übungen in einer App ist es natürlich leichter, da du unmittelbares Feedback bekommst und sofort weisst was die Lösung ist. Achte einfach darauf, dass du dich nicht zu sehr an eine App gewöhnst. Grundprinzip ist immer: Wenn du die Antworten immer sofort geliefert bekommst und du deinen Verstand dadurch nicht so beanspruchen musst, wirst du später auch weniger Erfolg haben und das Gelernte dann auch wirklich verinnerlicht haben.
Musiknoten lernen vereinfacht – die Sprache der Jazz– und Popmusiker
Es gibt noch eine Alternative zum Notieren von klassischen Werken, nämlich sogenannte Leadsheets. Noch nie gehört? In der Jazz– und Pop-Musik ist dies recht weit verbreitet. Ein Leadsheet sieht im Allgemeinen folgendermaßen aus:
- Oberhalb der Notenlinien werden die Harmonien notiert – das sind die Akkorde.
- Die Melodie wird nur im Violinschlüssel notiert.
- Sie wird nur als Basisform notiert. Eigene Interpretationen sind nicht nur gewünscht, sondern auch nötig. Denn ein guter Pianist kann auch einer einfachen Melodie Leben einhauchen.

-> lade hier kostenlose Klavier Notenblätter herunter
Unten kannst du dich für eine kostenlose Probelektion registrieren und direkt mit kostenlosen Keyboard Noten für Anfänger loslegen. Viel Spaß!
Fazit
Welche Art von Klaviermusik inspiriert dich? Wenn du noch am Anfang stehst, frage dich welche Pianisten dir gut gefallen? Es ist wichtig dies möglichst früh zu wissen, denn je nach Neigung wird dein Lernen sehr unterschiedlich sein. Wenn du dich von moderner Musik wie
Pop, Jazz oder Blues angezogen fühlst, steht das reine Notenlesen in Violin- und Bassschlüssel nicht im Vordergrund. Möchtest du hingegen ausschliesslich klassische Musik interpretieren, wird es zu einem zentralen Bestandteil deiner Übepraxis.
