Noten lesen – der Guide extra für Einsteiger

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Noten lesen ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Du hast dir bestimmt schon folgende Frage gestellt:

Wie lange dauert es, bis man Noten lesen kann? Dies lässt sich nicht pauschal beantworten. Da das Lesen von Noten verschiedenen Kompetenzstufen unterliegt. Das einfache Benennen der Noten dauert etwa 1 Woche, das Übertragen von einstimmigen oder sogar mehrstimmigen Melodien auf das Instrument kann jedoch Monate dauern.

In diesem Blog erkläre ich dir wie du den Einstieg ins Noten lesen findest und worauf es ankommt.

1. Noten lesen ist ein Schritt für Schritt Prozess

Musiknoten bestehen im Notensystem immer aus zwei Komponenten:

  • die Höhe der Note
  • die Länge der Note

Die Benennung der Notenhöhen ähnelt jener unseres Alphabets. Angenommen, du beginnst die Notennamen mit dem Ton „a“ der Reihe nach zu benennen, dann erhältst du Folgendes: a, b, c, d, e, f, g. Diese Töne kannst du sowohl auf der Klaviertastatur als auch in der Notation unten in der Abbildung ablesen.

Am Besten gehst du Schritt für Schritt vor und beschränkst dich zunächst nur auf die weissen Tasten, die schwarzen Tasten lassen wir im Moment noch aussen vor. Wenn du nun mit dem Noten lesen beginnst, dann verzichte ganz zu Beginn noch auf die Notenlänge. Eine Notenlänge bedeutet immer, dass die Noten nicht nur eine Höhe haben sondern auch eine bestimmte Dauer. Man spricht dann von Notenwerten. Rhythmus lesen lernen macht die Sache etwas schwieriger, darum verzichten wir ganz zu Beginn auf dieses Element.

Hier findest du mehr Informationen über die Notenwerte und wie du diese am Besten übst.

In der Zapiano®Methode behandeln wir die Themengebiete immer getrennt während des Übens. So werden die Lerneinheiten überschaubar und vor allem auch erreichbar innert kurzen Zeit.

Sobald wir einen Takt haben, haben wir es automatisch auch mit der Pulsation zu tun (oder Metrum). Das bedeutet für dich, dass du die Noten sofort abrufen können solltest. Jedoch ganz zu Beginn benötigt dein Verstand etwas Zeit, um sich mit den einzelnen Noten und Notennamen vertraut zu machen.

So startest du von Beginn weg korrekt:

Du druckst dir am Besten die Grafik oben aus. Dann geht es zunächst darum, dass du den Tonraum einschränkst. Ich beginne mit meinen Schülern immer von c’ – c”. Das ist in der Fachsprache ein Oktave. Die Töne darin sind eigentlich nichts anderes als eine C-Dur Tonleiter.

Jetzt geht es darum, dass du die Note mit dem Buchstaben verknüpfst. Das ist nun deine erste praktische Übungen:

Um sich das zu merken hilft es, wenn wir uns die Notenlinien genauer anschauen.

Die zwei Notenschlüssel beim Klavier

Im Violinschlüssel wie auch im Bassschlüssel haben wir 5 Notenlinien. Es gibt Noten welche:

  • sich auf der Notenlinie befinden
  • sich in einem Zwischenraum zwischen zwei Notenlinien befinden

Dann gibt es noch die sog. Hilfsstriche. Wenn wir nun die Note c’ anschauen, dann befindet sich diese auf dem ersten Hilfsstrich unten. Je tiefer wir gehen, desto mehr Hilfsstriche benutzt man. Um die Übersicht zu gewährleisten, hat man dann unterhalb der Note c’ einen neuen Notenschlüssel. Es ist der Bass Schlüssel. Die Anordnung der Noten funktioniert da etwas anders. Das braucht dich im Moment noch nicht zu kümmern. Wir konzentrieren uns im Moment nur auf unseren Tonraum c’ – c” im Violinschlüssel – also immer die Töne auf einer weißen Taste. Dies ist deshalb am Einfachste, da die Klavierstücke für Anfänger meistens in der Tonart C-Dur geschrieben sind.

Du gehst hin, deckst einfach die Notennamen ab und probierst diese aufzusagen. Das Benennen der einzelnen Noten ist der erste Schritt , das spielen auf den Tasten erst danach. übe das einfach so lange, bis du es locker auswendig kannst.

Anschliessend probierst du diese Noten auf dein Instrument zu übertragen. Bei den Pianisten eignet sich der Standardfingersatz zu Beginn c’ – g’. Hier hat jeder Finger seine Taste. Nun geht es darum, dass du das, was du übers das Auge wahrnimmst, auf die einzelnen Finger überträgst. Gleichzeitig empfehle ich immer noch, den Notennamen laut aufzusagen. Dann wirst du das Notenlesen noch besser verinnerlichen können.

Vermutlich schwelgst du in Gedanken schon bei schönen Klavierstücken, die du einmal spielen möchtest und es stellt sich Ungeduld bei dir ein. Dann leg es einfach nochmals auf die Seite. Nimm es bei deiner nächsten Übungssession einfach wieder hervor und widme dich dem Thema nur 5-10 Minuten.

Die meisten geben viel zu früh auf oder denken von sich, dass sie “Probleme mit dem Noten lesen haben”. Das stimmt jedoch nicht.

Die Meisten von uns wählen einfach eine sehr ungünstige Variante des Lernens und werden dann ungeduldig. Dabei ist es halt ein bisschen so wie das Erlernen einer fremden Sprache, da geht’s ja auch nicht von heute auf morgen.

Vermeide diese Stolperfallen

Wenn du dich ärgerst und findest, dass “müsste doch anders sein”, dann beachte folgendes:

  • es gibt keine Abkürzung beim Noten lesen. Es wird genauso vonstatten gehen wie damals, als du mit dem Lesen begonnen hast. Zunächst waren es Buchstaben, dann Silben, dann Worte, dann kleine Sätze etc.
  • du probierst vermutlich direkt ein Stück ab Noten zu spielen. Dir fehlt jedoch sehr viel Basiswissen und du kannst dies nicht wunschgemäss auf die Tastatur bringen. Das führt zu Ärger. Ärger in einem Lernprozess ist störend und bremst dich aus.
  • du probierst, dir fremde Tonarten anzueignen und stolperst Note-für-Note. Es ist wichtig, dass du zunächst nur eine Tonart verinnerlichst. Dafür diese sehr gut. Das wird dir helfen, dir das bereits Gelernte viel rascher auch in anderen Tonarten anzueignen.
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Was muss ich im Anschluss alles wissen?

  • Notationen und deren namentliche Bezeichnungen auf schwarzen und zunächst auf weißen Tasten
  • den Klang der einzelnen Töne, welche die Noten jeweils haben
  • ganze & halbe Noten sowie Viertel – und Achtelnoten

    Zum besseren Verständnis:

    – Ganze Noten bestehen aus einem Punkt, nicht ausgefüllt.
    – Halbe Noten bestehen aus einem Punkt, nicht ausgefüllt, inkl. Notenhals
    – Viertel Noten bestehen aus einem Punkt, ausgefüllt, inkl. Notenhals
    – Achtel Noten bestehen aus einem Punkt, ausgefüllt, inkl. Notenhals und Fähnchen. Wenn man zwei Achtelnoten verbindet, werden diese nicht mehr mit einem Fähnchen gekennzeichnet, sondern mit einem Balken.
  • wo sich die Töne auf der Klaviertastatur befinden
  • Notationssystem mit 5 Linien
  • Notenschlüssel: ViolinSchlüssel notiert, später auch die Noten im Bassschlüssel notiert
  • Tonleitern
  • Rhythmen
Musiknoten lernen Zapiano®

2. Noten lesen ist abhängig vom Schwierigkeitsgrad

Wenn mir jemand erzählt, er könne Klaviernoten lesen, dann habe ich in diesem Moment nur eine sehr vage Vorstellung davon, was dies konkret für diese Person bedeutet. Denn Noten lesen ist kein stehender Begriff. Damit kann „Hänschen-Klein-Niveau“ gemeint sein – oder aber das Niveau eines ausgebildeten Konzertpianisten. Beide tun dasselbe, jedoch auf einer ganz anderen Kompetenzstufe.

Noten lesen lernen ist ein langfristiger Prozess – einer, der im Grunde genommen nie aufhört. Immerhin wird Klavierliteratur schon seit mehr als 300 Jahren produziert. Da ist ganz schön was zusammen gekommen.

Sobald du deine ersten Schritte vollzogen hast, gibt es mehrere Anbieter, welche Musiknoten zum Download anbieten.

3. Musiknoten lernen ganz einfach mit Zapiano®

Beim Musiknoten lernen kann man ganz einfach bei den Grundlagen anfangen. Hier möchte ich dir Schritt-für-Schritt zeigen, wie wir Noten einfach aber trotzdem ganzheitlich Klavier spielen lernen können. Setz dich an dein Piano und probier es einfach mal aus.

  • Schau dir erst einmal die Klaviertastatur an. Zu Anfang reichen die weißen Tasten aus. Die Töne auf den schwarzen Tasten lassen wir erst einmal außen vor. Auch um die Vorzeichen brauchst du dir erst einmal keine Gedanken zu machen. Ordne die Notennamen c, d, e, f, g, a, b auf der Klaviatur den richtigen Tasten zu. Merke dir, welche Klavier-Taste wie heißt. Das ist übrigens die C-Dur-Tonleiter 🙂

    Hinweis: auf Zapiano® bedienen wir uns der internationalen Schreibweise: ein deutsches “h” ist international ein “b”.
  • Dann machst du das Gleiche mit deinen Klaviernoten. Schau dir an, wo die Töne liegen. Lerne, welche Note welchen Namen trägt. Wenn es zu kompliziert ist, darfst du dich auch erst mal auf die Töne c, d, e, f, g beschränken.
  • Verbinde das Noten lesen mit den Klavier Tasten. Schau dir an, wo das „c“ auf der Tastatur liegt und wo im Liniensystem. Dann mach das Gleiche für d, e, f, und g. Mit dem Üben verbindet sich dein Bild von den Noten auf dem Blatt mit den Tönen auf den Tasten.
  • Jetzt kommt die Hand ins Spiel. Lege deinen Daumen auf das „c“ und spiele mit deinen anderen Fingern nacheinander auch die Tasten d, e, f und g. Mach das ganz, ganz langsam. So bildet dein Gehirn eine Verknüpfung zwischen dem, was dein Auge auf dem Notenblatt sieht und dem, was deine Finger spielen. Wiederhole diese Übung immer wieder mal, damit du es verinnerlichen kannst. Das braucht ein wenig Zeit. Hab Geduld mit dir.

-> Hier kannst du den Quick Start Guide “Noten lesen für Einsteiger” kostenlos herunterladen

4. Apps, die dir beim Noten lesen lernen helfen 

Natürlich kannst du Noten lesen für Anfänger auch mit der herkömmlichen Methode betreiben. Damit kannst du die obige Methode gut ergänzen.

  • Du lädst ein leeres Notenblatt im Violinschlüssel oder Bassschlüssel herunter,
  • nimmst einen Stift zur Hand
  • und schreibst dann „kopflos“ – also ohne zu überlegen – einzelne Klaviernoten hinein.
  • Nachdem du das Blatt vollgeschrieben hast, benennst du die Noten.
  • Wenn das gut geht, kannst du die sie anschließend auf dem Klavier spielen.

Wer mit dieser Übung Noten lesen nicht so recht verinnerlichen kann, der kann natürlich auch auf eine Piano-App zugreifen. Eine App, die ich empfehlen kann, ist Tenuto.

5. Musiknoten lernen vereinfacht – die Sprache der Jazz– und Popmusiker

Es gibt noch eine Alternative zum Notieren von klassischen Werken, nämlich sogenannte Leadsheets. Noch nie gehört? In der Jazz– und Pop-Musik ist dies recht weit verbreitet. Ein Leadsheet sieht im Allgemeinen folgendermaßen aus:

  • Oberhalb der Notenlinien werden die Harmonien notiert – das sind die Akkorde.
  • Die Melodie wird nur im Violinschlüssel notiert.
  • Sie wird nur als Basisform notiert. Eigene Interpretationen sind nicht nur gewünscht, sondern auch nötig. Denn ein guter Pianist kann auch einer einfachen Melodie Leben einhauchen.

-> lade hier kostenlose Klavier Notenblätter herunter

6. Noten lernen: Theorie mit Praxis verbinden

Das Noten lesen lernen ist im Vergleich zum Einüben einer Fremdsprache nicht schwierig. Das Noten schreiben und lesen kannst du bereits in wenigen Stunden beherrschen und mit gezielter Übung sogar zügig Fortschritte erreichen. Viele Leute haben anfängliche Schwierigkeiten, die Notation zu „entziffern“ und fühlen sich wie im Kindergarten. Das ist ganz normal. Zu Beginn ist es wichtig, dass du die einzelne Note auf dem Notenblatt erkennst, dich aber auch mit ihrem Klang vertraut machst. Du kannst am Anfang versuchen, die Note auf dem Papier zu lesen und dabei die Klavier Taste anzuschlagen. So verbindet sich das Gesehene mit dem Klang. Das ist eine gute Übung, die mit Spaß die Theorie mit der Praxis verbindet. Dabei wird dir nicht so schnell langweilig und das Noten lesen lernen macht Freude.

Der beste Weg zum Erfolg mit dem richtigen Unterricht

Der einfachste und beste Weg, das Noten lesen zu üben, ist mit einem gut ausgebildeten Klavierlehrer. Dabei ist es ganz gleich, ob du Klavierunterricht mit einem herkömmlichen Lehrer hast oder online Klavierunterricht von zu Hause aus genießen kannst. Der Unterricht online ist heutzutage sehr beliebt, auch weil sich dies äußerst flexibel gestaltet. Du musst allerdings aufpassen, wenn du dich auf die Suche begibst. Nicht jedes Angebot von Online Klavierunterricht führt zum gleichen Erfolg.

Noten lesen lernen Zapiano®Methode

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Die richtige Methode ist ausschlaggebend

Sven Haefliger bietet seit 2011 interaktive Klavierkurse online an und hat seit über 25 Jahren Erfahrung als Klavierlehrer. Aus dieser langjährigen Erfahrung im Austausch mit seinen Schülern hat er die Zapiano®Methode entwickelt. Dabei bekommst du ein tiefes Verständnis für das Noten lesen lernen und alle deine Sinne werden in den Lernprozess mit einbezogen. Die Lehrmethode fördert die natürlichen Funktionen des Gehirns und alle deine Sinneskanäle werden angesprochen. Dies verhindert, dass du das bereits Gelernte schon nach kurzer Zeit wieder vergisst. Der Unterricht ist simpel und effektiv aufgebaut.

Für Anfänger eignet sich der beliebte PianoStarter 1 Kurs. Später kannst du mit Zusatzkursen dein Wissen und Können ausbauen. Sollte beim Lernen zu Hause mal eine Frage auftauchen, kannst du diese gleich unterhalb der Lektion stellen. Ein Mal pro Monat hast du als Zapiano®Schüler zudem auch die Möglichkeit, uns ein Video von deinem Klavierspiel zu senden. Du bekommst dann ein Video mit wertvollem Feedback von einem unserer Zapiano®Coaches zurück. Wer Inspiration sucht, ist in unserer Zapiano®Community gut aufgehoben. Hier tummeln sich viele Zapiano®Schüler, die nur darauf warten, sich mit dir auszutauschen und neue Ideen zu bekommen.

Probier doch den PianoStarter 1 gerne einmal ganz unverbindlich aus. Unten kannst du dich für eine

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