Stell dir vor, du erwachst früh am Morgen und erlebst, wie die Dunkelheit von den ersten Sonnenstrahlen durchbrochen wird. Die stille, fast geheimnisvolle Stimmung des Sonnenaufgangs hat mich dazu inspiriert, eine Klavierkomposition mit dem Titel „First Light“, ein Klavierstück für Anfänger, zu schreiben. In diesem Blog möchte ich dich auf eine musikalische Reise mitnehmen, die von der Natur und dem Glanz des ersten Lichts des Tages inspiriert ist. Dieses Stück ist spielbar für alle Piano Starter 1 Absolventen.
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“First Light“ – Klavierstück für Anfänger
Transkript des Videos:
Herzlich Willkommen zum Stück „First Light. Dieses Stück ist extra für die Einsteiger unter euch komponiert, die aber schon ein bisschen Vorkenntnisse mitbringen. Wenn du jetzt den Piano Starter 1 bereits absolviert hast, dann bist du vertraut mit all diesen Spieltechniken. Wir haben da Akkorde, Stufenakkorde aus G-Dur, wir haben eine Akkordumkehrung, wir haben Synkopen, wir haben Arpeggios und all diese Dinge da drin und das lernst du alles im Piano Starter 1. Und wenn du jetzt ein Neuling bist, dann kannst du dich überraschen lassen von der Art und Weise, wie ich unterrichte. Ich zeige dir einfach einen kurzen Auszug aus diesem Stück. Du findest das Notenmaterial hier unten eingeblendet. Und wenn du das ganze Stück oder das ganze Tutorial dir wirklich anschauen möchtest, verinnerlichen möchtest, dann kann ich dir den Kurs „Nature Moods" auf Zapiano.com empfehlen.

“First Light" – Klavierstück für Anfänger – Das Intro
So, das war nun das Intro. Du siehst es im Stück in den Noten da eingeblendet. Also den mittleren Teil, den lassen wir jetzt weg in diesem kurzen Tutorial, aber ich zeige dir etwas aus dem Intro, aus dem Kurs, und auch aus dem Outro in diesem Tutorial. Und immer, bevor ich mit dem ganzen Stück beginne, ich mache das immer so bei allen meinen Schülern, schauen wir uns zunächst die Tonart an.
Dann die Taktart, die ist ja nicht schwierig. Wir haben hier nur einen Viervierteltakt. Dann schauen wir mal, was die Form des Stücks an. Also, wie sind die Harmonien aufgebaut? Das lassen wir jetzt hier auch weg im Moment. Aber zunächst zur Tonart. Das ist ganz wichtig, dass du einfach weißt, okay, wir befinden uns jetzt in G-Dur. Das bedeutet, wir haben nicht nur weiße Tassen, sondern wir haben hier einen f# drin. Also der F wird da zum f#. Und wenn ich die Tonleiter spiele, die G-Dur-Tonleiter, dann ist das das Tonmaterial, das da darunterliegt, bei diesem Stück.
Und sofern das Stück jeweils in dieser Tonart geschrieben steht und es bleibt auch so, kannst du davon ausgehen, dass der f# immer gespielt wird. Es wird niemals ein f gespielt. Und es ist einfach wichtig, dass du die Tonleitern, ich sage jetzt mal im Moment nur die G-Dur-Tonleiter mit der linken wie auch mit der rechten Hand, dass du diese unter den Fingern hast, denn dann wissen deine Finger automatisch, wo die richtigen Töne sind. Und das ist natürlich ein unschätzbarer Vorteil, denn dann ist die Chance natürlich relativ gering, dass du dich verspielst.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – das harmonische Material
Dann gleichzeitig zum melodischen Material haben wir auch ein harmonisches Material. Das sind dann wiederum die Stufenakkorde von G-Dur. Und ich gebe dir nur ganz kurz eine Einführung hierzu. Im Kurs Piano Starter 1 erkläre ich alles bis ins letzte Detail, wie das Ganze aufgebaut ist.
Wenn du dieses Hintergrundwissen verinnerlicht hast und du verstehst das, dann wirst du Stücke viel rascher erarbeiten können. Ganz einfach. Wenn ich von den Stufenakkorden spreche, Dann sage ich einfach, okay, pro Ton dieser Tonleiter, von der G-Dur-Tonleiter, habe ich einfach immer wieder einen Akkord. Also beim G gibt es einen Akkord, beim A gibt es einen Akkord, beim B gibt es einen Akkord und so weiter. Dann habe ich hier einen G-Dur, ein A-Moll, ein B-Moll, ein C-Dur, ein D-Dur, ein E-Moll, dann ein F# vermindert, der kommt nicht so viel vor und dann noch ein G-Dur.
Und dasselbe natürlich auch in der linken Hand. Dann haben wir natürlich noch die ganzen Akkordumkehrungen darunter, aber das lassen wir im Moment weg in diesem Tutorial. Aber es ist wichtig, dass du einfach weißt, okay, diese Töne kommen vor in diesem Stück, wie auch diese Akkorde. Und wenn ich jetzt das Ganze zusammenfasse in diesem Intro, wenn ich das so spiele, dann hört sich das so an.
So, das wäre das Intro, das wären die ersten vier Takte.
Und jetzt gibt es ein paar Besonderheiten da drin. Ich schreibe das im Einsteigerniveau bewusst auf Lead Sheet auf, in einem Lead Sheet. Also ich verzichte auf die Notation des Bassschlüssels, weil ich einfach im Verlauf des Unterrichtens festgestellt habe, 25 Jahre Unterrichtserfahrung, man kommt dadurch einfach viel schneller ins Musik machen. Wenn man das Verständnis dann noch mitnimmt und merkt, okay, das ist eine Grundstellung, das ist eine zweite Umkehrung. Wenn man solche Prinzipen verstanden hat, kommt man viel rascher ins Musik machen. Das ist der Grund, weshalb du hier auch nur das Lead Sheet siehst.
So spielt man das Stück in der Praxis
Jetzt habe ich das so gespielt: Die Melodie, die steht geschrieben, so. Da habe ich ein d, f#, g und dann b. Und das Ganze hat dann auf die zwei und eine Synkope. Also ich lasse diese Taste da liegen. Dann habe ich eins und zwei und drei, vier, eins und zwei und drei, vier, eins und zwei und drei, vier, eins und zwei und drei, vier, eins und zwei und drei, vier. Als kleiner Trick, wie du schneller das Notenmaterial verinnerlichen kannst: Du schaust dir pro Takt jeweils die oberste Note an, wie auch die unterste.

Dann werde ich beim ersten Takt feststellen, okay, die oberste Note ist ein G, die unterste Note ist ein B. Jetzt mit diesem harmonischen Rüstzeug, das ich meinen Schülern schon sehr früh zeige, da wissen die: „Okay, das hier ist eigentlich nichts anders als der G-Dur in der ersten Umkehrung. Und du siehst auch, in den Harmonien oben haben wir einen G. So finde ich auch sehr schnell den Fingersatz raus, wenn ich so was spiele. Und ich habe das noch nie gespielt vorhin. Dann beim zweiten Takt habe ich den G als oberste Note und dann den C als unterste Note. Oben steht die Harmonie C, völlig logisch. C in der Grundstellung. Ganz einfach.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – Variationsmöglichkeiten
Und so werden diese ganzen Dinge, wenn ich das Verständnis und auch das Gehör da mitnehme in dieses Lernen, wird es sehr einfach und auch sehr logisch und sehr rasch erfassbar. Mit der linken Hand habe ich vorhin nur eine Grundstellung gespielt und dann eine zweite Umkehrung. Das steht so nicht geschrieben. Ich habe immer in einer Lead Sheet Form die Möglichkeit, auch mit der linken Hand sehr viel Variationsmöglichkeiten einzubauen und im Moment in diesem Tutorial zeige ich dir einfach die möglichst einfachste Form. Wenn ich hier den Akkord so liegen lasse, nur als ganze Note habe ich das: (Sven spielt)
Das hört sich zwar schon schön und korrekt an, aber ich kann auch einen kleinen Trick hinzufügen: Wenn ich jetzt hier mit der linken Hand jeweils die oberste Note, einfach als Viertelnote, nochmals ganz leise spiele, dann bin ich in dieser Pulsation drin und dann bekommt das Ganze mehr Kontur. Dann habe ich das hier:
So, dann haben wir ein wunderschönes Intro.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – Der Chorus
Dann geht es weiter in den Verse. Das zeige ich dir dann im Kurs Nature Moods, da zeige ich dir das ganze Stück, bis ins letzte Detail. Ich gebe dir aber noch einen kleinen Auszug aus dem Chorus. Der Chorus ist so aufgebaut, dass ich einen sehr langen Melodiebogen habe. Der beginnt mit einem Auftakt und dann habe ich immer eine Synkope drin auf die vier Und auf die Zwei Und. Und es ist super wichtig, dass ich diese Synkopen wirklich fühle. Je früher, dass du das fühlen lernst, desto mehr Wirkung wirst du erzielen, wenn du auch ein einfaches Stück am Piano spielst. Du brauchst nichts Kompliziertes zu spielen, um dich gut anzuhören im Piano. Ich spiele dir das Ganze zunächst einmal und du kannst mal hinhören, wie sich das anhört.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – der lange Melodiebogen
So, hast du gemerkt? Wir haben einen sehr langen Melodiebogen, der sich immer wieder so hinzieht. Ich habe immer diese Synkope drin. Wenn ich mit der linken Hand schön stabil bleibe, dann hört sich das gut an. Wenn die linke Hand ein bisschen beginnt zu wabbeln oder undefiniert ist, dann fällt alles wie so ein Kartenhaus ein bisschen zusammen. Das wollen wir nicht.
Also, wenn ich die Melodie anschaue, ich spiele sie zunächst nur auf Noten: (Sven spielt). So, wenn ich diese Melodie jetzt nur ab Noten so spiele und ich habe die Bassnoten nicht, jetzt habe ich nämlich so viele Synkopen drin, dass es ein bisschen unklar ist, wo genau die Eins ist. Und wenn ich jetzt nur die Bassnote hinzufüge, also super einfach eigentlich, nichts Schwieriges, dann beginnt sich da die Wirkung schon zu entfalten.
Genau, jetzt hast du gemerkt: Diese Bassnoten, die kamen immer wieder auf die Eins. Und wenn ich das mitzählen würde, hätte ich: Eins, zwei, drei und vier und eins und zwei und drei und vier und eins und zwei und drei und vier und eins und zwei und drei und vier und eins, zwei, drei, vier. Das war jetzt ziemlich schnell. Ich habe auch gemerkt, wenn ich gleichzeitig mitzähle und das Spielen der Synkopen, das ist ziemlich schwierig. Du kannst das Tempo auch langsamer machen oder du kannst auch sagen: „Okay, ich mache das vielfach mit meinen Schülern, dass du es trocken übst. Dass du eigentlich nur die Rhythmik von dieser Melodie nimmst und dann die Pulsation fühlst.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – Das Fühlen der Pulsation
Und das Fühlen der Pulsation funktioniert so, dass du hier einmal einen Schlag klopfst. Das ist die Zählzeit, die Eins. Dann habe ich die Zwei, dann die Drei und dann die Vier in den restlichen Fingern verteilt. Dann hast du das: Eins, zwei.
Genau. Ich habe jetzt nur die Melodie als rhythmische Silbe gesprochen. Das war aber immer korrekt, so wie es dasteht, mit dieser Synkope. Und hier habe ich die Pulsation gefühlt. Wenn du das so kannst, dann ist das Spielen dieser Melodie danach nicht mehr so schwierig, als wenn du hingehst und wirklich das beginnst aufzuschreiben und da beginnst zu rechnen oder so. Ich gehe vielfach ab diesem Zeitpunkt auf eine gefühlsmäßige Ebene, auf das hier. Ich lasse den Verstand weg und mit der Zeit gehst du hin und sagst: „Okay, Eins, Zwei,….. Und dann hast du diesen Fluss drin. Ohne, dass du jetzt intellektuell dich da irgendwie beschäftigt hast, sondern du hast es über das Gehör und über das Gefühl gelernt. Und das empfehle ich meinen Schülern immer wieder, dass sie die Dinge so lernen, als nur über das Notenmaterial.
First Light – Klavierstück für Anfänger – Die Grundstellung
Okay. Also, wenn ich jetzt hier noch die Akkorde hinzufügen würde, so wie sie dastehen, habe ich hier einen CMaj7.
Den spiele ich einfach so in der Grundstellung. Dann werde ich hier jeweils einen Bm7 verwenden. Das sind die Töne b, f# und a. Dann habe ich noch einen Em. Hier werde ich einen 1-5-8-Arpeggio verwenden und ich kann diesen Akkord auch so spielen, einfach die Töne miteinander, weil ich schon in der Melodie genug Bewegung drin habe. Und am Schluss den D werde ich auch als 1-5-8 spielen. Das Ganze zusammen hört sich dann so an:
So, und ich habe hier noch einen kleinen Trick angewendet. Ich habe hier die Melodie, die synkopierte Melodie, zweistimmig gespielt, also wenn ich von da komme…. Dann habe ich hier den A auf die Vier Und habe ich zweistimmig gespielt. Und dann beim Em habe ich den G hier auch zweistimmig gespielt. Und dann hört sich das Ganze noch ein bisschen voller an.
Das war so ein kleiner Auszug aus dem Kurs. Da gibt es doch noch mehr zu entdecken.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – Das Outro
Aber ich zeige dir jetzt noch ein bisschen was aus dem Outro. Wenn ich hier diese Akkordfolge nehme und ich nehme das Gefühl auf von diesem Stück, dann kann ich hier wunderschön einfach Stimmung kreieren, indem ich so was spiele: (Sven spielt)
Genau, wenn ich das so spiele, habe ich wieder Synkopen, habe ich: (Sven synkopiert). Ziemlich schwierig, ziemlich tricky. Ich habe immer diese “und" aber wenn du nur das Klangbild nimmst und du hörst dir die Melodie an: (Sven synkopiert) du merkst auch, ich schließe die Augen, ich gehe da voll in das rein. Ich habe hier die Pulsation, und dann wird das Ganze sehr einfach, wenn ich das fühle.
Also, und was ich hier gemacht habe, ist, ich habe nur die Akkorde genommen, wie vorhin erklärt. Hier habe ich nur eine Grundstellung genommen, hier auch eine Grundstellung, super einfach. Und dann habe ich jeweils zwei Töne abgewechselt. Ich habe den untersten, hier den G, dann den D, hier oben, dann habe ich … Jetzt auf Bm. Dann hier habe ich den Em unten. Genau die gleiche Figur rechts und nochmals genau dasselbe rechts. Das Ganze zusammen hört sich dann so an… Genau, das ist die Basis.
“First Light" – Klavierstück für Anfänger – Mehr Bewegung reinbringen
Wenn du das noch auffüllen möchtest mit mehreren Tönen, kannst du hier noch ein bisschen Bewegung reinbringen. Dann haben wir das: (Sven spielt)
Jetzt habe ich da jeweils, wo der Ton liegenbleibt über den ganzen Takt, habe ich hier nochmals einfach die Pulsation angetippt. Und das mache ich vielfach so, wenn ich in der Melodie wenig Bewegung drin habe. Wenn da einfach ein Ton so stehenbleibt, dann kann ich mit der linken Hand mehr anreichern, mehr rhythmische Variation einbauen. Okay. Ich werde noch ein bisschen rumspielen bei diesem Stück. Ich zeig dir noch ein bisschen, wie du da Stimmung kreieren kannst. Du kannst dich inspirieren lassen. Wenn du dir das ganze Tutorial anschauen möchtest, empfehle ich dir den Kurs „Nature Songs auf Zapiano.com. Und wenn du noch eine Frage hast zu diesem Tutorial, kannst du es hier unten reinschreiben. Ich freue mich auf alle Kommentare und viel Spaß beim Üben.

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