“Autumn Stroll” auf dem Piano lernen

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“Autumn Stroll" – Ein musikalischer Spaziergang durch die Natur

Der Herbst ist eine Jahreszeit, die viele von uns inspiriert. Die Farben der Blätter, die kühle Brise und die melancholische Stimmung der Natur laden dazu ein, die eigene Kreativität fließen zu lassen. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch meine Klavierkomposition “Autumn Stroll" vorstellen, die aus dieser inspirierenden Zeit des Jahres entstanden ist.


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Autumn Stroll: Die Transkription des Videos

Herzlich Willkommen zum Stück „Autumn Stroll". Diese Melodie ist entstanden durch meine abendlichen Spaziergänge durch den Wald beim Sonnenuntergang. Da ist mir diese Melodie sozusagen zugeflogen. Ich habe diese dann verarbeitet in eine Eigenkomposition, extra für meine Schüler. Und alles, was ich dir jetzt erkläre, das sind Spieltechniken, die du im Piano Starter 1 bereits verinnerlicht hast. Also das Stück ist eigentlich sozusagen für die fortgeschrittenen Anfänger gedacht. Du kannst jetzt hier unten das Notenmaterial herunterladen. Dann wird alles, was ich dir danach erkläre, auch wirklich Sinn machen.

Ich gehe davon aus, dass du dir das Notenmaterial jetzt ausgedruckt hast. Du siehst, da ist ja eigentlich gar nicht so viel drauf, aber ich zeig dir jetzt, wie du wirklich kreativ werden kannst und vor allem, wie du ein Stück erarbeitest gemäß der Zapiano® Methode. Die Art und Weise, wie ich unterrichte, unterscheidet sich vermutlich ein bisschen von dem, was du kennst und ich möchte dich ermutigen, dass du dich ganz drauf einlässt. Also ich zeig dir zunächst einmal das Endresultat, wie sich das Ganze anhört. Das wäre dann so in dieser Art: (Sven spielt vor)

So. Und jetzt siehst du, okay, wir haben da oben so Buchstaben, das sind die Akkorde. Dann haben wir eine Melodie, die ist eigentlich nicht so schwierig. Und trotzdem, dass du das Stück jetzt so spielen kannst, dass es diese Ruhe ausstrahlt und dass da wirklich Emotionen drin sind, da funktionieren irgendwelche andere Prozesse und das schaue ich jetzt mit dir an.

Also dieses Stück ist nicht nur einfach nach Noten zu lernen, sondern da geht es wirklich um das Gefühl. Also, das Erste, was ich jetzt dir zeige, sind zuerst einmal die Akkorde. Die sind super einfach. Das ist Nichts schwieriges, wir haben hier einen C-Dur. Dann habe ich hier einen Am7 stehen. Das wäre so in dieser Art. Ich zeige jetzt nur die Grundstellung im Moment. Dann habe ich hier ein F-Dur und dann habe ich hier ein C-Dur. Und die Klavierbegleitung, die ist eigentlich gar nicht so schwierig hier, denn ich habe hier vielfach einfach nur eine Grundstellung verwendet.

Dann habe ich den mittleren Ton vermutlich weggelassen. Das war sehr frei gespielt, wie ich es vorgespielt habe. Ich zeige dir Gleich, worum es geht. Dann habe ich beim Am hier eine Oktave verwendet, dann noch eine Quinte hinzugetan, so was in dieser Art. Dann habe ich vermutlich nur noch den Grundton gespielt und dann am Schluss auch nochmals den Grundton und diesen so oktaviert.

Also eigentlich was sehr Einfaches. Wichtig ist einfach: das, was ich mit der linken Hand spiele, das muss absolut stabil sein. Also ich spiele diese Töne, sei es eine Grundstellung, ein Arpeggio oder so was in dieser Art oder nur die Oktaven. Ich spiele diese Akkorde immer auf die Eins oder auf die Drei. Das sind sogenannte halbtaktige Wechsel. Also wenn ich hier den C so spiele: Eins, Zwei, Drei, Vier, Eins, Zwei, Drei, Vier. Dann hast du gemerkt, ich habe die Wechsel jetzt immer auf die Eins und auf die Drei gespielt.

Da gibt es auch ziemlich viel kreativen Spielraum, zeige ich dir am Schluss noch in diesem Video. Und jetzt, das, was aber wirklich das tragende Element ist, was wirklich diese Entspannung reinbringt, ist der ganze Melodiebogen. Und der hat es ein bisschen in sich. Der ist nicht ganz so einfach, aber mit ein bisschen Übung kannst du diesen erarbeiten. Ich zeige dir jetzt genau, wie du diesen erarbeiten kannst.

Autumn Stroll

Wenn du den Melodiebogen anschaust, dann siehst du, der beginnt beim Takt eins und endet erst am Schluss vom Takt Zwei. Das bedeutet, diese ganze musikalische Idee erstreckt sich über zwei Takte. So haben wir Takt Eins und Zwei und dann bei Drei und Vier ist er ganz ähnlich, rein von der Rhythmik her, ist er ähnlich, von den Tönen auch, ist der sehr ähnlich und da habe ich wieder diesen Melodiebogen über zwei Takte.

Und jetzt geht es darum, dass du diesen Melodiebogen rein rhythmisch verinnerlichen kannst. Denn wir haben hier immer wieder Synkopen drin. Eine Synkope ist immer eine Note auf dem Offbeat, danach kommt eine Pause oder ich habe eine Note auf dem Offbeat und dann einen Bindebogen. Das ist Definition einer Synkope . Eigentlich relativ einfach oder hört sich auch irgendwie so ein bisschen abstrakt an. Wenn ich es dann vormache, so in dieser Art, zeige ich dir gleich, dann wird es Sinn für dich machen.

Also, jetzt siehst du im Notenblatt, wir haben auf die “Drei und" den Haltebogen, auf die “Vier und" und wieder auf die “Drei und" bei den ersten zwei Takten. Und jetzt geht es darum, dass du nur den Rhythmus dieser Melodie verinnerlichst. Das ist das Wichtigste. Und ich mache das so in meinen Schülern, dass ich ihnen zeige, wie sie die Pulsation fühlen können. Nicht verstehen, fühlen. Das hat mit dem zu tun. Du klatschst auf die Eins, dann hast du den kleinen Finger, dann den Ringfinger und dann den Mittelfinger. Und das hier, das ist jetzt deine Pulsation. Wenn ich das so klatsche, ist es völlig unabhängig von meiner Stimme. Das ist wichtig.

Also ich kann auch ganz langsam sprechen oder auch ganz schnell, das spielt keine Rolle und es ist immer noch genau gleich. Das ist das Erste, was du übst. So was in dieser Art. Dann ist natürlich klar, wenn du jetzt noch nicht vertraut bist mit diesen Dingen, kannst du das auch beim Notenblatt so reinschreiben. Du kannst “Eins und", “Zwei und", “Drei und", “Vier und" reinschreiben, dass du ganz genau weißt, wo die Noten dann auch wirklich erscheinen.

Wenn ich jetzt die Tonhöhe weglasse, dann spreche ich nur vom Rhythmus dieser Melodie. Und dann habe ich das. Jetzt kombiniere ich das mit dieser Pulsation, das zusammen, und dann krieg ich das. Das war jetzt ein bisschen langsamer, als ich es vorhin gespielt habe. Du kannst es auch noch langsamer machen. Rein zu Übungszwecken macht es Sinn, dass man es wirklich langsam macht. Man kann auch das Notenblatt da wirklich anschauen. Sobald du denkst, dass du es langsam verinnerlicht hast, geht es darum, dass du das Tempo erhöhst, dass sich das dann so anhört. Zwei, Drei, Vier.

Da hast du schon gemerkt? Ich habe schon ein bisschen die Tonhöhe antizipiert jetzt in dem Moment und das ist dann der nächste Schritt. Also wenn ich jetzt hingehe und das so spiele, dann habe ich, rein vom Fingersatz her, ohne dass ich den Rhythmus jetzt erwähne, Das sind die ersten Töne. Da, da, da, geht es nach oben. Übergreifen. Ich habe den Rhythmus jetzt einfach außen vorgelassen, also nur nach oben verschieben. Fünferfinger auf dem C. Wenn ich das mitsingen würde, habe ich: Da, du, da, da, da, da, du, di, da. Dass du mit singst, mit dieser Melodie, respektive, dass du es so übst, hat einen sehr triftigen Grund. Denn so sind das nicht nur einfach Tasten für dich, die so ein bisschen weiß sind, sondern du siehst mit der Zeit, wie sich die Melodie bewegt und wie sich diese anhören wird. Das ist dann relevant, sobald du beginnst, ein Stück zu variieren oder zu improvisieren. Dann hörst du die Dinge mit der Zeit, bevor du sie spielst. Das ist kein Rumklimpern. Das ist ein sehr bewusstes Spielen, wo du die Musik steuerst, so wie du sie spielen möchtest.

Also, wenn ich jetzt diesen Rhythmus kombiniere mit dem vorhin, Mit dieser Melodie, dann kriegst ich das: Eins, Zwei, Drei, Vier. Genau. Jetzt habe ich die Melodie gesungen, so wie sie dasteht.

Und du hast gemerkt, diese Synkopen, die waren auch korrekt platziert. Und hier, das muss stabil sein, das variiert nicht. Nur die Synkopen sind mit der Stimme da so zu singen oder zu spielen. Und jetzt, wenn ich das übertrage aufs Piano, dann ist das nicht mehr so schwierig. Also wenn ich vom Beginn weg, da zu zählen beginne: Eins und Zwei und Drei, Vier und … Das machen sehr viele, die sich mit den Noten herumquälen. Ich achte immer darauf, bei meinen Schülern, dass sie auch sofort ins Gefühl reinkommen und gewisse Dinge auch über das Gefühl lernen. Dann entwickeln sie vom Beginn weg wirklich einen musikalischen Ausdruck. Und darum geht’s. Wenn du einen musikalischen Ausdruck entwickelt und du hast das Gefühl: “Hey, ich mache jetzt Musik." Das ist ein cooles Gefühl. Und dann wirst du weitermachen und dranbleiben und das Klavierspiel auch sehr nachhaltig erlernen.

Also, wenn ich das jetzt übertrage aufs Piano, Und ich werde jetzt hier nur die Grundtöne spielen mit der linken Hand. Ich habe nur c, a, f und g, immer auf die Eins und die Drei und dann diese Melodie miteinander. Dann beginnt das Stück schon ein bisschen zu klingeln. Dann habe ich das.

Oh, hast du gemerkt? Das Ganze hat jetzt sofort so eine Wirkung entfaltet, weil alles, was ich gespielt habe, war zwar einfach, war nichts Schwieriges, aber es war absolut korrekt. Es war on time und diese Synkopen waren genau am richtigen Platz. Ich spiele es noch mal. (Sven spielt vor)

Autumn Stroll

Dann, wenn ich beim zweiten Teil weitergehe, habe ich genau dasselbe nochmals. Genau, da ist nur das Ending ein bisschen anders. Genau, und ab diesem Zeitpunkt, wenn ich jetzt die Basis erarbeitet habe, dann kann ich beginnen, ein bisschen kreativer zu werden. Also ich kann zum Beispiel sagen, okay, ich möchte die Melodie ein bisschen ausschmücken, ich möchte ein bisschen eine zweite Stimme drin haben, dann könnte ich das zum Beispiel so spielen.

Genau, jetzt habe ich gar nicht so viel gemacht, weil aus meiner Sicht hört sich das eigentlich schon sehr ausgewogen und gut an. Ich habe nur… hier beim Am noch den C gespielt. Ich könnte auch hier beim C, also beim Akkord C, könnte ich da, wo die Melodie beginnt, mit dem e, könnte ich auch schon den c darunter legen. Dann habe ich das. Und das andere hört sich für mich einstimmig schon gut an.

Das ist auch ein bisschen Geschmacksache natürlich. Das ist klar. Wenn ich da weitergehe, habe ich … Ja, genau. Das hört sich dann auch gut an. Dann auch gut, dann habe ich… Nachher hab ich hier den a, hier hab ich so gedoppelt. Und dann könnte ich den c hier auch verdoppeln, hier, eine zweite Stimme, darunter setzen. Dann habe ich hier den e noch mitgenommen. Und für die Piano Starter 1 Schüler auf der Piano, die wissen natürlich ganz genau: „Okay, das ist einfach eine erste Umkehrung. Da kann man den mittleren Ton außen vorlassen und schon hat man eine wunderschöne zweite Stimme. Das hört sich dann schon gut an.

Genau, das wär’s zur rechten Hand. Das kann man ein bisschen ausschmücken, je nach Lust und Laune. Und ich kann natürlich auch hier mit der linken Hand, kann ich jede mögliche Variation einbauen. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel von der Begleitung, dass ich hier ein 1-5-8-Arpeggio spiele. Da habe ich einfach Grundton, Quinte und die Oktave. Und von der Rhythmik her würde sich das anbieten, dass ich sage: „Okay, ich habe 2 Achtel- , dann eine Viertelnote. Dann Und dann mache ich das: Eins und Zwei, Drei und Vier, Eins und Zwei, Drei und Vier.

Und wenn du das spielst, dann achte darauf, dass du das möglichst soft spielst mit der linken Hand, denn das wird diesem Stil von diesem Stück dann auch richtig gerecht. Also ich spiele da nichts Lautes, nichts Staccato, sondern möglichst Legato. Und dann kriege ich das:…

Ja, genau. Genau. Jetzt habe ich nichts anderes gemacht, als diese Melodie gespielt, dann diese Arpeggios zusammen und schon hat das Ganze sich nach sehr viel angehört. Wenn ich dieses Arpeggio jedoch durchziehe die ganze Zeit, dann kann das auch den Ausdruck der Melodie ein bisschen schwächen und dann wäre das vermutlich nicht gewünscht. Also ich achte darauf, dass ich hier z. B. Nur 1-5-8 spiele, dann vielleicht 1-5, dann vielleicht mal eine Oktave und dass ich hier möglichst frei mit der linken Hand etwas hinzufüge oder auch weglasse, wo ich denke, dass es passt zu dieser Melodie. Und das kann sich dann am Schluss so anhören: Drei, Vier.

Genau. Du hast gemerkt, ich habe zum Teil ein bisschen mehr gespielt, zum Teil bin ein bisschen lauter geworden in der Melodie und so beginne ich, ein Stück zu variieren und musikalisch zu gestalten. Und das ist mein Ziel für alle meine Schüler, dass sie nicht nur einfach irgendwelche Tasten drücken, die ihnen vorgegeben werden, sondern dass sie immer auch einen sehr musikalischen Zusammenhang schon früh lernen, diesen entwickeln.

Und so haben sie immer wieder diese Struktur, wo ich auch sage: „Hey, schau mal, diese Dinger musst du wirklich üben, zum Beispiel die Synkopen, die müssen absolut exakt so sein. Struktur. Und dann wiederum das ist das kreative Element, wo ich sage: „Okay, du kannst es so spielen, kannst du auch so spielen, auch so. Und so kann man die Stücke auch mit der Zeit ein bisschen an sein eigenes Spielniveau anpassen und kann natürlich auch mehr daraus machen später. Man kann die Dinge zweistimmig spielen, man kann sie rhythmisch verändern, man kann sie harmonisch verändern und da sind auch jegliche Möglichkeiten natürlich gegeben und auch offen und auch gewünscht.

Okay, ich hoffe, das hat dir gefahren. Das hat dich ein bisschen inspiriert. Falls du noch eine Frage hast zu diesem Tutorial, dann schreib sie unten rein und ich bedanke mich fürs Zuschauen. Bye, bye.

Die Inspiration hinter “Autumn Stroll"

Bei der Komposition von “Autumn Stroll" habe ich versucht, die Atmosphäre eines ruhigen Herbstspaziergangs einzufangen. Der Herbst hat eine besondere Art, die Sinne zu schärfen: Die leuchtenden Farben der Blätter, das Rascheln des Laubs unter den Füßen und der Duft von frischer, kühler Luft schaffen eine Kulisse, die sowohl beruhigend als auch melancholisch ist.

Spezielles bei diesem Stück

Die technischen Herausforderungen von “Autumn Stroll" liegen in Synkopierung der Melodie. Es ist wichtig, dass die Hauptmelodie klar hervortritt, vor allem das Fühlen der Pulsation sowie die gezielte Betonung der einzelnen Töne stellt hier sicherlich eine Besonderheit dar.

Fazit

“Autumn Stroll" ist nicht nur ein musikalisches Werk, sondern auch eine Hommage an die Schönheit des Herbstes und die Inspiration, die die Natur uns bieten kann. Es ist ein Stück, das nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Hören zum Nachdenken und Träumen anregt. Ich hoffe, dass es euch genauso berührt wie mich und dass es euch zu eigenen kreativen Momenten inspiriert.

Ich lade euch ein, selbst einen Herbstspaziergang zu machen und die Wunder der Natur auf euch wirken zu lassen – vielleicht entstehen dabei auch eure eigenen musikalischen Ideen. Wenn ihr mehr über meine Komposition erfahren oder sie selbst hören möchtet, schaut gerne auf meiner Website vorbei.

Bleibt kreativ und lasst euch von der Natur inspirieren! 🍂🎹

Autumn Stroll

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