Live Piano Coaching – Die optimale Übungssession Teil II

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In diesem Live Piano Coaching mit Sven Haefliger für alle Spielniveaus geht’s um das Thema: Die optimale Übungssession Teil II. Schau dir hier die Aufzeichnung vom Montag, 16. Januar 2023 an 🙂

Wie immer war auch dieses Live Piano Coaching interaktiv gestaltet, d. h. die Schüler konnten live ihre Fragen stellen. Wenn auch du das nächste Mal live dabei sein möchtest, dann schau gerne mal in unseren Live Piano Coaching Kalender. Unter folgendem Link findest du auch vergangene interaktive Live Piano Coachings.

Falls das Video bei dir nicht starten sollte, dann klicke einfach hier drauf.

Timeline

03:05 Start des Live Piano Coachings, Begrüßung und Vorstellung des Themas

06:15 „Amazing Grace“ in F-Dur

07:11 Lerne die Form des Songs auswendig

09:07 Leadsheet erarbeiten

12:08 Die Form vereinfacht spielen

13:55 Arpeggios einbauen

18:12 Sven spielt frei über „Amazing Grace“

19:19 Improvisieren

29:00 Partielle Improvisation

30:48 Arpeggios mit der rechten Hand

32:50 Improvisieren mit 5 Tönen

37:21 Fragen der Schüler

40:28 Genannte Konzepte mischen

48:00 Fragen der Schüler

51:04 Verabschiedung

Die optimale Übungssession Teil II

Liebe Klavierfreunde,

herzlich willkommen zu einem weiteren Live Piano Coaching. Dieses interaktive Live Piano Coaching ist für alle Spielniveaus interessant.

Heute geht es um den zweiten Teil des Themas „Die optimale Übungssession“. Hier habe ich nochmals eine Übersicht über die drei Themen für dich:

Letztes Mal in Teil 1 haben wir uns angeschaut, wie man einen Song einstudiert. Wir haben dafür beispielhaft den Song „Amazing Grace“ genommen.

Im Teil 2 heute geht es nun darum, wie man mit einem Song möglichst kreativ werden kann. Wir schauen uns an, wie man frei über einen Song spielt und vielleicht sogar ein bisschen improvisieren kann.

Zu Beginn werde ich das Spielniveau etwas einfacher halten und es dann im Laufe des Live Piano Coachings etwas schwieriger anlegen. Wie beim letzten Mal nehmen wir als Beispiel den Song „Amazing Grace“.

Das wichtigste zuerst: Bevor du mit einem Song kreativ werden kannst, solltest du ihn zuerst einmal auswendig fehlerfrei spielen können. Dazu habe ich ein paar Tipps für dich.

Lerne die Form auswendig

Zapiano®Methode Harmonik Rhythmik Gehirn

Unter der „Form“ versteht man Harmonik und Rhythmik in der einfachsten Gestalt. Also: Taktanzahl und Akkordfolgen. Diese Informationen müssen euch gewissermaßen zufliegen, damit ihr während des Spielens nicht mehr daran denkt.

Ihr müsst die Dinge so gut lernen, dass euer Verstand nicht mehr damit beschäftigt ist. Erst dann ist das Gelernte wirklich verinnerlicht.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie ihr die Form eines Songs auswendig lernen könnt. Ihr könnt euch z. B. eine Aufnahme des Songs immer wieder anhören und euch ein Leadsheet erarbeiten. Macht euch auch Notizen. Während dem Aufschreiben wiederholt ihr nochmals den Denkprozess. Auch das erleichtert das Verinnerlichen.

Wie das genau funktioniert, zeige ich dir oben im Video ab Minute 9:07.

Die Form vereinfacht spielen

Übertrage die Form mit den Händen auf die Klaviertastatur, indem du sie in der einfachsten Version spielst. Du kannst auch dazu singen. Schau dir an, wie ich das mache ab Minute 12:08.

Baue Arpeggios ein

Wenn du die Form auswendig kannst, kannst jetzt kreativ werden. Wir nehmen hier mal die Elemente Harmonik und Rhythmik und bauen Arpeggios ein. Diese Arpeggios kannst du sowohl als Viertel als auch als Achtel spielen. Hier kannst du ganz eigene Begleitmuster erfinden und auch Synkopen einbauen. Schau es dir oben im Video an, ab Minute 13:55.

Improvisieren

Beim Improvisieren gestalte ich eine neue Melodie über eine bestehende Akkordfolge. Ich zeige oben im Video ab Minute 20:58, wie sich das anhören kann. Dabei konzentriere ich mich nur auf die Melodie. Improvisieren ist dabei übrigens kein Trial&Error. Wer improvisiert, der weiß, was er tut. Ich weiß bereits, bevor ich die Tasten drücke, wie es sich anhören wird.

Um ins Improvisieren erst einmal reinzukommen, empfehle ich den Einsteigern anfänglich von der original Melodie Elemente zu adaptieren und leicht zu verändern. Ich zeige euch im Video ab Minute 23:54, wie sich das anhören kann. So erschafft ihr etwas Neues. Das hat noch nie jemand vorher so gespielt.

Partielle Improvisation

Du kannst auch in der ersten Zeile die Melodie so belassen, wie sie ist und dann in der zweiten Zeile etwas Neues erschaffen. Hör dir oben im Video ab Minute 29:19 an, wie das klingen kann.

Arpeggios mit der rechten Hand

Eine weitere Idee wäre es, mit der rechten Hand Arpeggios zu spielen. Ich habe das mal ausprobiert und du kannst es dir im Video ab Minute 31:00 anschauen.

Improvisieren mit 5 Tönen

Probiere es auch einmal, dich auf fünf Töne zu beschränken, also z. B. die ersten fünf Töne der F-Dur-Tonleiter. Wenige Töne zu haben, bedeutet nicht, dass man sich schlechter anhört. Vielmehr erfordert es umso mehr Kreativität, je mehr du die Töne einschränkst. Schau es dir mal im Video an, ab Minute 34:24.

Mischen der Konzepte

Ihr könnt auch die oben genannten Konzepte miteinander vermischen oder auch immer mal abwechseln. Ich habe da mal ein bisschen experimentiert. Du kannst es dir im Video ab Minute 40:48 anschauen.

Ich hoffe, es hat dir gefallen. Sei auch nächste Woche dabei. Da schauen wir uns an, wie du dir gezielt Übungen kreieren kannst 🙂

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