Live Piano Coaching – Die optimale Übungssession Teil I

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In diesem Live Piano Coaching mit Sven Haefliger für alle Spielniveaus geht’s um das Thema: Die optimale Übungssession Teil I. Schau dir hier die Aufzeichnung vom Montag, 9. Januar 2023 an 🙂

Wie immer war auch dieses Live Piano Coaching interaktiv gestaltet, d. h. die Schüler konnten live ihre Fragen stellen. Wenn auch du das nächste Mal live dabei sein möchtest, dann schau gerne mal in unseren Live Piano Coaching Kalender. Unter folgendem Link findest du auch vergangene interaktive Live Piano Coachings.

Timeline

04:44 Start des Live Piano Coachings, Begrüßung, Vorstellung der dreiteiligen Themenreihe „Die optimale Übungssession“

06:55 Sven beantwortet Schülerfragen

13:02 Das Verhältnis von Spielen und Üben

14:48 Wie du einen Song einstudierst

16:52 Beispielsong „Amazing Grace“

18:11 Schritt 1: Anhören des Stückes

20:39 Schritt 2: Gesangsmelodie singen

21:55 Schritt 3: Leadsheet anschauen

22:24 Schritt 4: Stück mit dem Verstand anschauen

24:03 Schritt 5: Versuche, das Stück zu spielen

25:27 Schritt 6: Greife nur die Harmonien

26:10 Schritt 7: Nimm zu den Harmonien die Pulsation hinzu

28:29 Sven spielt eine Variation von „Amazing Grace“

29:18 Schritt 8: Greife die Melodie

30:51 Schritt 9: Spiele Melodie mit Bassnote

34:55 Sven beantwortet eure Schülerfragen

37:02 Schritt 10: Füge die Akkorde ein

38:45 Schritt 11: Experiment: Harmonik und Melodik kombinieren

42:44 Schritt 12: Transponiere das Stück

45:32 Schritt 13: Reharmonisation eines Stückes

48:12 Verabschiedung

Die optimale Übungssession Teil I

Liebe Klavierfreunde,

herzlich willkommen zu einem weiteren Live Piano Coaching. Dieses interaktive Live Piano Coaching ist für alle Spielniveaus interessant.

Wir starten heute mit einer dreiteiligen Serie zum Thema „Die optimale Übungssession“.

Heute in Teil 1 schauen wir uns an, wie man einen Song einstudiert. Wir nehmen dafür beispielhaft den wunderbaren Song „Amazing Grace“.

Schritt 1: Anhören des Stückes

Zunächst empfehle ich dir, das Stück einmal in einer Originalaufnahme anzuhören. Falls es von eurem Stück viele Versionen gibt, dann hör dir möglichst viele verschiedene Versionen an, bis du eine findest, die dir richtig gut gefällt. Sobald du eine Version gefunden hast, dann hör dir das Stück ein paar Mal an. Probier dann beim Hören mal herauszufinden:

  • Wie ist der Takt?
  • Wie ist die Pulsation?
  • Welche Harmonien hörst du?
  • Hörst du Stufenakkorde?

Auch dieses gezielte Hinhören ist schon Üben. Das ist nicht „Nicht-Üben“ 😉

Schritt 2: Singe die Melodie mit

Singe die Gesangsmelodie rein nach Gehör mit. Dabei musst du kein super Sänger sein. Es geht nur darum, dass du die Melodie korrekt im Takt hast und dass die Pulsation schön ruhig ist. Schau, dass da bereits eine Ruhe drin ist. Wie man die Pulsation fühlen lernt, zeige ich euch detailliert im Piano Starter 1.

Schritt 3: Schau dir die Noten oder das Leadsheet an

Schau dir das Leadsheet bzw. die Noten an. Hier geht es rein übers Auge, um dir einen Überblick zu verschaffen. Wie viele Takte gibt es. Wie ist es angeordnet? Sind irgendwo Pausen

Schritt 4: Verstehst du, was du siehst?

Gehe auch auf die Verstandesebene

Gibt es Harmonien, die du schon kennst? Sind da welche, die du noch nicht kennst. Gibt es Fingersätze? Mach auch Notizen in dein Notenblatt. Es ist wie ein Arbeitsblatt. Notiere dir einfach, was dir auffällt.

Mit diesen Schritten hast du schon ein gutes Stück Vorarbeit geleistet.

Schritt 5: Versuche, das Stück zu spielen

Wenn du nun versuchst, das Stück zu spielen, wirst du schnell merken, wie gut das geht – oder eben nicht 🙂

Du wirst gleich sehen, was du schon kannst und wo du noch ein bisschen üben solltest.

Schritt 6: Greife nur die Harmonien

Um das Stück nun zu üben, kannst du erst einmal nur die Harmonien spielen. Die Harmonik ist immer das Fundament des Stückes. Greife zunächst einmal die Harmonien und übe dies, bis du es locker spielen kannst.

Schritt 7: Nimm zu den Harmonien die Pulsation hinzu

Spiele nun die Akkorde in der Pulsation. Hier kannst du auch dazu singen. Wenn sich das alles korrekt und schlüssig anhört, kannst du einen Schritt weitergehen.

Schritt 8: Greife die Melodie

Schau dir die Fingersätze an. Vielleicht sind diese schon in deinem Notenblatt notiert. Falls nicht, dann notiere sie dir selbst gleich ins Notenblatt. Wenn du die Angabe über die Fingersätze nicht brauchst, kannst du diesen Schritt auslassen.

Probiere dann die Melodie zu spielen, am besten so wie ein Sänger sie singen würde.

Schritt 9: Füge die Elemente Harmonik, Rhythmik und Melodik zusammen

Versuche nun in diesem Schritt zu kombinieren, was wir in den Schritten vorher verinnerlicht haben. Spiele zuerst mal nur die einfachste Version, also z. B. die Melodie und die Bassnote. Das ist zwar ultra basic, aber das ist die Essenz eines Songs. Darauf kannst du dann aufbauen. Aber diese Basis muss tatsächlich stimmen.

Schritt 10: Füge Akkorde ein

Füge anstelle der Bassnoten die Harmonien ein. Hier darfst du auch schon ein paar Arpeggios spielen und so kreativ sein, wie du möchtest.

Schritt 11: Experimentiere

Du könntest auch mal Harmonik und Melodik miteinander kombinieren, wie Sven es oben im Video ab Minute 38:45 macht. Schau dir das mal an.

Schritt 12: Transponiere das Stück

Probiere, das Stück zu transponieren. Im Video oben transponiert Sven das Stück von C-Dur nach F-Dur. Wie das genau funktioniert, das lernen wir im Kurs Chords&Scales.

Schritt 13: Reharmonisation eines Stückes

Ein Stück lässt sich auch Reharmonisieren. Das bedeutet, dass man neue Harmonien zu einer bestehenden Melodie festlegt. Das ist ein sehr faszinierender Prozess. Schau es dir mal oben im Video an, ab Minute 45:32.

Ich hoffe, es hat dir gefallen. Sei auch nächste Woche dabei. Da schauen wir uns an, wie du mit einem Song kreativ werden und frei spielen kannst 🙂

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