Kirkland Kenny

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Kenny Kirkland, geboren am 28. September 1955 in Brooklyn, New York, war ein herausragender Pianist und Keyboarder im Bereich des Jazz und Fusion-Jazz. Seine kurze, aber dennoch einflussreiche Karriere hinterließ einen bleibenden Eindruck in der Welt der Musik.

Hier ist meine Lieblingsaufnahme mit Kenny Kirkland. Es ist der Soundtrack zu “Leaving las Vegas” – ein Drama aus den 90er Jahren. Sting – sowieso ein profilierter Musiker – wendet sich da dem Jazz zu. Mit seiner virtuosen Stimme und dezentem Kontrabass wird er begleitet am Piano von Kenny Kirkland. Das Ganze hört sich echt nach Jazz an, lebendig, tiefgreifend aber immer mit einer spontanen Note. Besser geht’s nicht mehr …

Kenny Kirkland und sein vielseitiger Stil

Kenny Kirkland wuchs in einer musikalischen Familie auf und begann früh, Klavier zu spielen. Schon in jungen Jahren zeigte er ein außergewöhnliches Talent für das Instrument und wurde von Jazzgrößen wie Thelonious Monk, Art Tatum und Herbie Hancock inspiriert. Diese Einflüsse prägten seinen individuellen Stil und seine Herangehensweise an das Klavierspiel.

In den späten 1970er-Jahren begann Kirkland seine professionelle Karriere und spielte zunächst mit Künstlern wie Wynton Marsalis und Bobby McFerrin. Sein Können am Klavier und seine Vielseitigkeit führten dazu, dass er schnell in der New Yorker Jazzszene Fuß fasste. Es war jedoch seine Zusammenarbeit mit dem legendären Saxofonisten Branford Marsalis und dessen Band, die ihn auf die Jazzlandkarte katapultierte.

Kenny Kirkland wurde ein fester Bestandteil von Branford Marsalis’ Band und trug maßgeblich zu ihrem Sound bei. Sein Spiel war technisch versiert, aber auch emotional und ausdrucksstark. Er konnte mühelos zwischen verschiedenen Stilrichtungen wechseln, von straight-ahead Jazz bis zu Fusion und experimentellem Jazz. Diese Vielseitigkeit machte ihn zu einem gefragten Pianisten in der Musikindustrie.

Kirklands bekannteste Aufnahmen

Eine seiner bekanntesten Aufnahmen ist das Album „Trio Jeepy“ aus dem Jahr 1989, auf dem er mit Branford Marsalis und dem Bassisten Delbert Felix zusammenarbeitete. Das Album zeigte Kenny Kirklands Fähigkeit, traditionelle Jazzstandards neu zu interpretieren und ihnen seinen eigenen kreativen Touch zu verleihen. Songs wie „In the Crease“ und „Stardust“ auf diesem Album sind nach wie vor Beispiele für Kirklands brillante pianistische Fertigkeiten.

Leider endete Kirklands Karriere viel zu früh. Er verstarb am 12. November 1998 im Alter von nur 43 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Sein plötzlicher Tod hinterließ eine Lücke in der Welt des Jazz, die nur schwer zu füllen war.

Kenny Kirkland wird jedoch in der Erinnerung der Jazzgemeinschaft weiterleben. Dabei ist sein musikalisches Erbe durch seine zahlreichen Aufnahmen und seine Einflüsse auf nachfolgende Generationen von Jazzmusikern gesichert. Überdies bleibt seine Fähigkeit, das Klavier zum Singen zu bringen und Emotionen durch seine Musik auszudrücken, unvergessen. Kirkland wird immer als einer der talentiertesten und innovativsten Pianisten seiner Generation in Erinnerung bleiben und seine Musik wird weiterhin die Herzen der Zuhörer auf der ganzen Welt berühren.

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