Dave Brubeck

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Heute haben wir wieder ein Geburtstagskind für euch 🙂

David Warren „Dave“ Brubeck wurde am 6. Dezember 1920 in Concord, Kalifornieren geboren und war ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist und Bandleader. Er hat mit seinem Quartett eine der längsten und erfolgreichsten Combo-Karrieren des Jazz geführt und für den Jazz ein neues Publikum in der intellektuellen Mittelklasse gewonnen. Er pflegte einen Stil, der sowohl Elemente aus der europäischen Konzertmusik als auch aus außereuropäischen Musiktraditionen vereinte. Brubecks Klavierspiel wurde von Blockakkorden und ungeraden Taktarten geprägt.

Dave Brubeck wuchs auf einer Viehzuchtfarm auf. Seine ersten musikalischen Berührungen hatte er mit Country Music. Brubecks Mutter hatte ein Klavierstudium in England absolviert und war mit Henry Cowell bekannt. Er hatte bei seiner Mutter Klavierunterricht und lernte auch das Cello. Brubeck zeigte wenig Interesse daran, nach einem bestimmten Lernplan zu verfahren und wollte vielmehr seine eigenen Melodien kreieren. Dies führte dazu, dass er nie Noten lesen konnte.

Er studierte zunächst Tiermedizin und wechselte dann 1941 in die Musik. Sein schlechtes Blattspiel wurde von einem seiner Professoren als Beleg dafür gewertet, dass er offenbar keine Noten lesen könne, was beinahe zu seinem Ausschluss vom College geführt hätte. Seine Professoren unterstützten ihn jedoch, indem sie auf seine Fähigkeiten in Kontrapunkt und Harmonielehre hinwiesen. Die Schule fürchtete einen Skandal und gewährte ihm den Abschluss, allerdings unter der Bedingung, dass er nie selbst unterrichten würde.

Nach und nach wandte er seine Aufmerksamkeit dem Jazz zu. Als Student startete Brubeck ein Oktett namens The Jazz Workshop Ensemble und war darin sehr experimentierfreudig. Er machte aber nur wenige Aufnahmen und bekam nur seltene Auftrittsmöglichkeiten. Ein erster Erfolg war sein Auftritt im Oberlin College 1953. Er wurde später veröffentlicht als Jazz at Oberlin. 1954 erschien Brubeck als erster Musiker nach Louis Armstrong auf einem Titelbild der Time. Kurz danach formierte er das „Dave Brubeck Quartet“ mit Joe Dodge als Schlagzeuger, Bob Bates als Bassist, Paul Desmond am Saxofon und ihm selbst am Klavier. 1959 spielte er den Dialogue for Jazz Combo and Symphony mit Leonard Bernstein und dem New York Philharmonic Orchestra. 1959 brachte das Quartett das Album „Time Out“ heraus, welches Platin-Status erreichte.

Drei Jahre vor seinem Tod nahm er Solo-Klavier-Wiegenlieder im Studio auf. Auf Wunsch seiner Söhne wurden diese auf dem Album Lullabies Anfang November 2020 veröffentlicht.

Dave Brubeck erhielt 1996 den Ehren-Grammy für sein Lebenswerk. Daneben gab es für ihn auch weitere Auszeichnungen, darunter einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 2011 wurde Brubeck in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Am 5. Dezember 2012 starb Dave Brubeck in Norwalk, Connecticut.

Lasst euch gerne mal inspirieren und hört etwas in Dave Brubecks Werk rein 🙂

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