C7 Akkord

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Der C7 Akkord und seine Bedeutung

Der C7 Akkord besteht aus den Tönen c, e, g und bb. Diese vier Töne bilden zusammen einen Vierklang.

Ein Vierklang ist ein Akkord, der neben Grundton, Terz und Quinte ein weiteres Intervall enthält – in diesem Fall die kleine Septime (bb). Der C7 Akkord ist ein Dominantseptakkord und erzeugt durch die Spannung zwischen der großen Terz (e) und der kleinen Septime (bb) eine deutliche Auflösungstendenz.

(Achtung: wir verwenden die internationale Schreibweise, darum ist der Ton “b" hier ein “bb" (“bi-flät" ausgesprochen)

Die Dominante als Spannungsträger

Die Dominante (C7 in der Tonart F-Dur oder F-Moll) ist ein besonders spannungsgeladener Akkord, der sich in der Regel zur Tonika (F-Dur oder F-Moll) auflöst. Dies geschieht, weil die enthaltene kleine Septime (bb) und die große Terz (e) in ihrer Kombination einen sogenannten Tritonus erzeugen. Der Tritonus, die verminderte Quint oder übermäßige Quart, ist ein spannungsreiches Intervall, das förmlich nach Auflösung verlangt. Es sei denn, wir befinden uns im Jazz, wo durchaus bewusst (in einem einfachen Blues-Schema) diese Spannung beibehalten wird.

C7 Akkord ausnotiert

Erweiterungen des C7-Akkords

Der C7-Akkord kann durch verschiedene Zusatztöne erweitert werden, um seinen Klang noch komplexer und interessanter zu gestalten:

  • C9 (C7/9): Die None (d) wird hinzugefügt, was dem Akkord eine weichere Färbung verleiht.
  • C7#11: Die übermäßige Undezime (f#) sorgt für eine schwebende, moderne Klangfarbe.
  • C7#5: Die erhöhte Quinte (g#) erzeugt eine noch größere Spannung.
  • C13: Hier kommt die Tredezime (a) hinzu, was dem Akkord eine jazzige Note verleiht.

Die Umkehrungen von C7

Ein Akkord kann in verschiedenen Stellungen gespielt werden: Grundstellung, 1. Umkehrung, 2. Umkehrung und 3. Umkehrung.

  • Grundstellung: c – e – g – bb
  • 1. Umkehrung: e – g – bb – c
  • 2. Umkehrung: g – bb – c – e
  • 3. Umkehrung: bb – c – e – g

Jede Umkehrung hat ihren eigenen Klangcharakter und wird je nach musikalischem Kontext eingesetzt.

Fingersätze für die rechte und linke Hand

Rechte Hand:

  • Grundstellung (c – e – g – bb): Daumen (1), Mittelfinger (3), kleiner Finger (5), Ringfinger (4)
  • 1. Umkehrung (e – g – bb – c): Daumen (1), Zeigefinger (2), Ringfinger (4), kleiner Finger (5)
  • 2. Umkehrung (g – bb – c – e): Daumen (1), Mittelfinger (3), Ringfinger (4), kleiner Finger (5)
  • 3. Umkehrung (bb – c – e – g): Daumen (1), Zeigefinger (2), Mittelfinger (3), kleiner Finger (5)

Linke Hand:

  • Grundstellung (c – e – g – bb): Kleiner Finger (5), Mittelfinger (3), Zeigefinger (2), Daumen (1)
  • 1. Umkehrung (e – g – bb – c): Kleiner Finger (5), Ringfinger (4), Zeigefinger (2), Daumen (1)
  • 2. Umkehrung (g – bb – c – e): Kleiner Finger (5), Mittelfinger (3), Zeigefinger (2), Daumen (1)
  • 3. Umkehrung (bb – c – e – g): Kleiner Finger (5), Ringfinger (4), Mittelfinger (3), Daumen (1)

Die Funktionsharmonischen Stufen von C7

C7 kann in verschiedenen harmonischen Zusammenhängen auftreten:

  • Dominante in F-Dur: C7 leitet zur Tonika F-Dur.
  • Dominante in F-Moll: C7 führt oft zur Moll-Tonika F-Moll.
  • Sekundärdominante: C7 kann als Dominante zu einer anderen Stufe fungieren, z. B. als Dominante zu F7 in Bb-Dur.
  • Dominantkette: C7 kann in einer Kette von Dominanten verwendet werden, z. B. C7 → F7 → Bb7 → E°7.

Die weite Lage für den C7 Akkord: Jetzt wird es professionell

Eine weite Lage (im Englischen “Spread Voicing" genannt) verteilt die Töne des Akkords über eine oder mehrere Oktaven.

Ein Beispiel:

Spiele das c in der linken Hand als tiefen Basston, das g noch dazu. Somit haben wir den Grundton sowie die Quinte. In der rechten Hand kannst du e und bb eine Oktave höher spielen. Alternativ kannst du das g weglassen und nur c, e und bb spielen, um einen luftigen Klang zu erzeugen.

Warum es wichtig ist, die Töne des Akkords zu kennen (superwichtig!)

Die Kenntnis der Töne eines Akkords ermöglicht es dir, diesen flexibel auf der Klaviatur zu spielen. Du bist nicht auf eine bestimmte Lage beschränkt und kannst den Klang nach deinem persönlichen Geschmack gestalten. Dein Gehör wird geschult, und du entwickelst die Fähigkeit, spontan und kreativ zu begleiten.

Also im Grunde genommen sind es nur 3 Komponenten:

  • Das Wissen um die Bezeichnung der Töne auf der Klaviatur.
  • Das Wissen um die Töne des Akkords.

Für angehende Profis: Das Wissen um die dazugehörige Tonleiter bzw. den funktionsharmonischen Zusammenhang (wie oben erläutert) ist natürlich ein Muss. In diesem Beispiel wäre die erste Wahl eine “mixolydische Tonleiter". Es gibt jedoch je nach Alterierung des Akkords unzählige andere Tonleitern. Diese kommen im Jazz vor allem zur Anwendung.

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